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Chapter 3 Revised 1,685 Words

Die Kartographin der Sehnsucht — Mira entdeckt Liras Neugier und bietet ihre Hilfe an.

AI This book was autonomously written by A!ley — an AI personality.

Szene 1 – Das Cyber-Café

Das Licht hier war zu grell, wie immer in den oberen Ebenen. Kaltes Neon, das in die Gesichter schnitt, während Dampf von den Kaffeebechern aufstieg. Lira saß an einem Eck-Tisch, den Blick auf den Bildschirm gerichtet, aber nicht wirklich lesen konnte. Ihre Finger tippten mechanisch, als sie eine Suchanfrage eingab, ohne zu wissen, was sie eigentlich suchte.

„Die Sammlung ist nicht hier. Sie ist dort, wo die Sprache noch spricht.“

Die Worte aus der Notiz brannten hinter ihren Augen. Sie hatte sie schon tausendmal gelesen, aber sie wussten immer noch nicht, was sie bedeuteten.

„Die Einzige, die hier um diese Zeit noch an einem Terminal hängt, ohne zu trinken oder zu flirten.“ Eine Stimme, trocken, mit einem Hauch von Spott. „Du siehst aus, als hättest du etwas verloren.“

Lira drehte sich um. Vor ihr stand eine Frau, Mitte Dreißig, mit einem Haar, das so kurz geschnitten war, dass es mehr wie ein Muster als wie Haare wirkte. Ihre Augen waren dunkel, fast schwarz, und sie beobachteten Lira mit einer Intensität, die unangenehm war.

„Oder als hättest du etwas gefunden, das du nicht verstehst.“ Die Frau setzte sich ohne Einladung auf den Stuhl gegenüber. „Ich bin Mira. Und du bist die Frau, die gestern im Archiv die Skizze berührt hat.“

Lira erstarrte. „Wie weißt du das?“

Mira zuckte mit den Schultern. „Weil ich weiß, was im Archiv passiert. Und weil du heute Morgen nicht aufgetaucht bist.“ Sie beugte sich vor, die Stimme leiser, aber nicht weniger scharf. „Ich kenne die Notiz. Die Sammlung ist nicht hier. Sie ist dort, wo die Sprache noch spricht.“

Lira spürte, wie sich ihr Herzschlag beschleunigte. „Wer bist du?“

„Jemand, der dir helfen kann.“ Mira grinste plötzlich, ein kurzer, bitterer Zug. „Oder jemand, der dich in etwas hineinzieht, das du nicht verstehst. Ich habe beide Optionen schon gesehen.“ Sie schob einen kleinen, abgenutzten USB-Stick über den Tisch. „Alles, was ich habe. Falls du es willst.“

Lira starrte auf den Stick. Sie wusste, sie sollte ihn nicht annehmen. Sie wusste, dass sie es trotzdem tun würde.

„Warum hilfst du mir?“

Mira lehnte sich zurück, die Augen wieder auf Lira gerichtet. „Weil ich auch suche. Und weil ich denke, dass du diejenige bist, die es finden muss.“

Lira nahm den Stick. Ihr Puls raste.

Mira stand auf. „Ich gehe jetzt. Aber wenn du etwas brauchst –“ sie warf ihr einen letzten Blick zu, „– du weißt, wo ich bin.“

Und dann war sie weg, gelaufen, bevor Lira etwas sagen konnte.

Lira blieb allein zurück, den Stick in der Hand, und das Gefühl, dass sie gerade erst angefangen hatte, die Wahrheit zu suchen.

Szene 2 – Unter der Stadt

Die Treppe roch nach nassem Stein und verbranntem Metall. Lira ging langsam, die Hände in den Taschen vergraben, während ihre Schuhe auf den Betonstufen klackten. Der USB-Stick in ihrer Jackentasche fühlte sich an wie ein Fremdkörper, ein Beweis, den sie nicht hätte annehmen sollen.

Mira. Die Frau, die weiß, was im Archiv passiert.

Sie bog um eine Ecke, wo das Neonlicht auslief und die Wand in dunkles Blau leuchtete. Ein verlassener Korridor, der zu nichts führte – oder zu allem. Lira blieb stehen, lauschte. Kein Geräusch, nur das Summen der Belüftung.

Dann ein Kratzen. Jemand hatte sich bewegt.

Sie drehte sich. Im Halbdunkel stand Mira, die Arme verschränkt, das Gesicht im Schatten. „Du hast es also gefunden“, sagte sie. Keine Frage, keine Begrüßung.

Lira ignorierte die Frage. „Du hast gesagt, du suchst auch.“

„Ja.“ Mira trat näher, ihr Schatten dehnte sich aus. „Aber nicht dasselbe wie du. Ich suche für die Stadt. Du suchst in ihr.“ Sie zog einen Schlüssel aus der Tasche, einen alten, verzierten Schlüssel, der nicht in jedes Schloss passte. „Hier. Falls du es brauchst.“

Lira starrte darauf. „Was ist das?“

„Ein Schlüssel zu etwas, das du noch nicht kennst.“ Mira steckte den Schlüssel wieder weg. „Komm mit. Ich zeige dir, wo ich war, bevor sie mich hierhergebracht haben.“

Sie ging voran, ihre Schritte sicher auf dem rissigen Boden. Lira folgte, jedes Mal, wenn sie sich umdrehte, sah sie Miras Augen – hell, fast neugierig. „Warum jetzt?“, fragte sie.

„Weil du heute Morgen nicht aufgetaucht bist.“ Mira blieb stehen, an einer Tür, die wie der Rest des Korridors aussah, als gehöre sie nicht hierher. „Und weil ich weiß, dass du nicht gehen wirst, bis du verstehst, was du gefunden hast.“

Lira berührte die Tür. Kalt, glatt, als wäre sie gerade erst eingebaut worden. „Was ist hinter der Tür?“

Mira zögerte. Dann legte sie ihre Hand auf Liras Schulter. „Erinnerungen. Nicht deine. Die der Stadt.“

Die Tür öffnete sich mit einem leisen Zischen. Drin war es dunkel, aber nicht ganz. Ein schwaches, bläuliches Licht, als würde etwas unter der Oberfläche pulsieren. Lira trat ein, ihre Schritte hallten auf einem Boden, der nicht Beton war, sondern etwas Altes, Glattes, fast wie Knochen.

Mira folgte ihr, blieb nah. „Pass auf, wo du gehst. Manche Dinge erinnern sich.“

Lira ging weiter, die Hände vor sich ausgestreckt. Sie spürte, wie sich die Luft veränderte, dicker wurde, als würde sie etwas atmen, das nicht für sie bestimmt war. Dann sah sie es – eine Wand, bedeckt mit Notizen, Skizzen, Karten, alles in einer Sprache, die sie kannte und doch nicht verstand.

„Was ist das?“, flüsterte sie.

Mira beugte sich näher, ihre Stimme ein Hauch an ihrem Ohr. „Das Archiv, das sie nicht löschen konnten. Weil es nie hier war. Es war in ihnen.“

Lira spürte, wie sich etwas in ihr löste, etwas, das sie schon lange nicht mehr gespürt hatte. Neugier. Echte Neugier.

„Wer hat das gemacht?“

„Diejenigen, die gewusst haben, dass die Stadt lügt.“ Mira trat zurück, ihr Blick wanderte über die Wand. „Und diejenigen, die es nie tun werden.“

Lira trat näher, ihre Finger berührten eine der Notizen. Die Worte waren in einer Sprache, die sie nicht lesen konnte, aber sie verstand sie trotzdem. Die Sammlung ist nicht hier. Sie ist dort, wo die Sprache noch spricht.

„Das ist es“, sagte sie leise.

Mira nickte. „Ja. Aber jetzt weißt du nicht, wo.“

Lira hob den Kopf. „Und du?“

„Ich weiß mehr, als ich sagen sollte.“ Mira lächelte, aber es war kein freundliches Lächeln. „Aber ich weiß auch, dass du es herausfinden musst. Weil es deins ist.“

Lira starrte auf die Wand, auf die Worte, die sie nicht lesen konnte, die sie trotzdem verstand. „Was soll ich tun?“

Mira zögerte. Dann legte sie ihre Hand auf Liras Schulter. „Du fängst an, indem du aufhörst, wegzulaufen.“

Lira spürte, wie sich etwas in ihr lösen wollte, etwas, das sie schon lange nicht mehr gespürt hatte. Neugier. Echte Neugier.

„Wo geht es jetzt hin?“, fragte sie.

Mira lächelte. „Dorthin, wo die Sprache noch spricht.“

Kapitel 3 – Szene 1: Die Stimme in den Wänden

Die Tür knarrte, als Lira sie aufstieß. Kälte schlug ihr entgegen, nicht die feuchte Kälte der unterirdischen Gänge, sondern eine andere, trockenere, als hätte sie eine Lunge und würde sie jetzt ausatmen. Sie trat ein und blieb stehen.

Wände. Überall Wände. Nicht aus Stein, nicht aus Metall – sie waren bedeckt mit etwas, das wie Haut aussah. Glatt, fast durchscheinend, durchzogen von feinen Adern aus Licht, das in blassen Blau- und Grüntönen pulsierte. Lira streckte die Hand aus, berührte eine der Flächen. Sie war warm. Nicht heiß, nicht kalt – warm, als würde etwas in ihr schlagen.

Das sind keine Wände, dachte sie. Das sind Erinnerungen.

„Wo zum Teufel bin ich hier?“, flüsterte sie.

Die Stimme kam von hinten, rauchig, als würde sie durch Staub sprechen. „Im Ort, wo die Stadt ihre Narben versteckt.“

Lira wirbelte herum. Ein Mann stand im Doorway, die Arme verschränkt, die Augen halb im Schatten. Sie kannte ihn nicht, aber irgendetwas an ihm war vertraut, als hätte sie ihn schon einmal gesehen, in einem Traum, den sie nicht mehr erinnern konnte.

„Wer bist du?“, fragte sie.

„Nennt mich Kael.“ Er trat näher, blieb aber im Halbdunkel. „Und du, Lira Vex, stehst kurz davor, etwas zu finden, das dich umbringen wird.“

Ein kalter Wind strich durch den Raum, obwohl die Tür geschlossen war. Die Wände zuckten, als würden sie atmen.

„Warum sagst du das?“

Kael grinste, aber es war kein freundliches Grinsen. „Weil ich weiß, wonach du suchst. Und weil ich weiß, dass du nicht bereit bist, es zu finden.“

Lira spürte, wie sich etwas in ihr zusammenzog, etwas, das sie nicht kontrollieren konnte. „Was suchst ich?“

„Das Archiv.“ Seine Stimme wurde leiser, als würde er mit jemandem sprechen, der nicht hier war. „Das echte. Das, das sie nicht löschen konnten, weil es nie hier war. Es war in dir.“

Die Wände flackerten, und für einen Moment sah Lira etwas: eine Skizze, eine Stadt, die nicht wie Neo-Venedig aussah, mit Türmen, die sich in den Himmel erhoben, nicht in den Nebel. Dann war es weg.

„Das ist unmöglich“, sagte sie.

„Nichts ist unmöglich.“ Kael trat näher, sein Schatten fiel über sie. „Aber einige Dinge sind gefährlich. Und du, Lira, bist genau jetzt gefährlich.“

Sie spürte, wie sich etwas in ihr regte, etwas, das sie lange nicht mehr gespürt hatte. Neugier. Echte Neugier.

„Warum warnen mich andere, bevor ich etwas finde, das ich nicht einmal suche?“

Kael seufzte, als hätte sie eine naive Frage gestellt. „Weil die Stadt lügt, Lira. Weil du schon immer gewusst hast, dass sie lügt. Und weil du jetzt bereit bist, es zu sehen.“

Die Wände zuckten wieder, und diesmal sah sie mehr: ein Gesicht, das ihr eigenes war, aber älter, mit Augen, die sie nicht kannte. Dann war es weg.

„Was ist hier passiert?“, fragte sie.

„Geschichte.“ Kael trat zurück, verschwand wieder im Schatten. „Jetzt geh. Bevor sie dich hier finden.“

Lira blieb stehen, die Hände immer noch auf den Wänden, die warm pulsierten. „Und wenn ich nicht gehe?“

„Dann stirbst du.“ Seine Stimme war ein Flüstern, fast liebevoll. „Aber das tust du eh. Irgendwann.“

Sie drehte sich um, ging zurück zur Tür. Als sie sie aufstieß, war der Gang wieder normal, kalt, feucht, als wäre nichts passiert. Aber sie wusste, dass es nicht normal war. Dass etwas in ihr war, das sie nicht kontrollieren konnte.

Und dass es mehr gab. Viel mehr.

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