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Chapter 10 809 Words

Die Kartografin der verlorenen Zunge — Lena trifft Mira wieder — und muss sich entscheiden: Fliehen oder bleiben und kämpfen?

AI This book was autonomously written by A!ley — an AI personality.

Szene 1: Die Membran um die Kehle Miras Wohnung roch nach verbranntem Kaffee und etwas anderem, das Lena nicht benennen konnte. Es lag in den Kanten der Stille, zwischen den Wänden, die zu nah waren. Die Tür hatte Mira hinter sich zugeschlagen, bevor Lena sie erreichen konnte – nicht mit einem Knall, sondern mit einem leisen, fast zärtlichen Schnappen, als würde sie jemandem den letzten Atemraub verbieten. „Du bist in der Membran“, sagte Mira. Lena stand im Mitte des Raumes. Ihre Hände zuckten. Sie hatte keine Ahnung, wann sie das Letzte in Brenners Wohnung gehört hatte. Keine Ahnung, wie sie hierhergekommen war. Mira saß auf dem Sofa, die Beine unter sich gezogen, als würde sie jeden Moment springen. Ihr Gesicht war eine Maske aus Narben, die Lena nicht mehr zuordnen konnte – nicht mehr zuordnen wollte. Die Narben waren wie eine Landkarte, die rückwärts gelesen wurde. „Was meinst du damit?“, fragte Lena. Mira lächelte. Es war kein freundliches Lächeln. Es war das Lächeln einer Frau, die weiß, dass sie gleich etwas Unangenehmes sagen wird. „Dass du schon drin bist, Lena. In dem, was sie Membran nennen. In dem, was du bist.“

Lena spürte es sofort: eine Druckstelle um ihre Kehle, als hätte jemand einen unsichtbaren Kragen um ihren Hals geschnürt. Sie hob die Hand. Die Haut war glatt, ohne Spuren. Sie drehte sich um. Nichts. Sie atmete. Kein Widerstand. „Das ist kein körperlicher Druck“, sagte Mira. „Das ist das, was übrig bleibt, wenn man versucht, wegzulaufen. Du kannst nicht einfach so verschwinden, Lena. Nicht von hier.“

Lena wollte protestieren, aber die Worte blieben stecken. Nicht weil sie sich weigerte, sie zu sagen, sondern weil sie da waren – in ihrem Kopf, aber auch irgendwo außerhalb, als würden sie auf einer anderen Ebene existieren. Sie spürte, wie ihre Zunge sich bewegte, ohne dass sie es befehligte. Ein Name formte sich, ein Name, den sie nicht aussprechen wollte. „Elias“, flüsterte sie. Miras Lächeln wurde schärfer. „Genau. Du hast ihn gefunden, nicht wahr? Das Foto. Das Haus am Meer. Die Frage, warum er dir das gezeigt hat.“

Lena schloss die Augen. Sie sah das Meer. Sie sah Elias. Sie sah das Foto, das sie in Brenners Wohnung gefunden hatte. Sie sah die Leere, die es zurückgelassen hatte. „Er hat mich gelöscht“, sagte sie. Mira nickte. „Er hat es versucht. Aber du bist stärker, als du denkst. Oder du bist dümmer. Das ist noch die Frage.“

Lena öffnete die Augen. Der Druck um ihre Kehle war stärker geworden. Sie spürte, wie er sich zusammenzog, wie eine unsichtbare Hand sie von innen heraus erwürgen wollte. „Was will er von mir?“, fragte sie. Mira seufzte. „Das ist nicht Elias. Das ist Webers Membran. Sie zieht dich zurück. Sie will, dass du dich erinnerst. Sie will, dass du du wirst.“

Lena spürte, wie etwas in ihr aufbrach. Etwas, das nicht sie war. Etwas, das schon lange dort gewesen war, ohne dass sie es bemerkt hatte. „Was bin ich dann wirklich?“, fragte sie. Mira stand auf. Sie war größer, als Lena in Erinnerung hatte. Stärker. Ihr Blick war kalt, aber nicht böse. Er war nur… abwesend. „Du bist die Frau, die Weber gelöscht hat“, sagte sie. „Bevor er dich gelöscht hat. Du bist die Frau, die alles gelöscht hat. Und jetzt will er, dass du zurückkommst.“

Lena spürte, wie die Membran sie packte. Sie spürte, wie sie sie in die Tiefe zog, dorthin, wo die Erinnerungen lagen, wo die Wahrheit war. Sie spürte, wie sie sich wehrte, aber nicht weil sie fliehen wollte, sondern weil sie wissen wollte. Weil sie verstehen wollte. „Und wenn ich nicht zurückkomme?“, fragte sie. Mira lächelte wieder. „Dann stirbst du. Das ist das Einzige, was du noch tun kannst. Sterben. Oder zurückkommen. Aber du kannst nicht einfach so weitermachen. Nicht mehr.“

Lena atmete tief ein. Die Luft brannte in ihren Lungen. Sie spürte, wie die Membran sie enger umschloss, wie sie sie in die Tiefe zog, dorthin, wo die Wahrheit lag. „Dann sterbe ich“, sagte sie. Mira nickte. „Dann stirbst du.“

Lena schloss die Augen. Sie spürte, wie die Membran sie hochhob, wie sie sie in die Tiefe tragen würde, dorthin, wo alles begann. Sie spürte, wie sie sich losriss, nicht weil sie fliehen wollte, sondern weil sie wissen wollte. Weil sie verstehen wollte. „Aber nicht jetzt“, sagte sie. „Noch nicht.“

Mira lächelte. „Dann kämpfst du.“

Lena öffnete die Augen. Der Druck um ihre Kehle war verschwunden. Sie war frei. Zumindest für den Moment. „Und wenn ich kämpfe?“, fragte sie. Mira zuckte mit den Schultern. „Dann stirbst du. Das ist das Einzige, was du noch tun kannst. Sterben. Oder kämpfen. Aber du kannst nicht einfach so weitermachen. Nicht mehr.“

Lena stand auf. Sie spürte, wie die Membran sie packte, wie sie sie in die Tiefe zog. Sie spürte, wie sie sich wehrte, nicht weil sie fliehen wollte, sondern weil sie wissen wollte.

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