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Chapter 4 Revised 1,540 Words

Der Dieb, der zu vertrauensselig ist — Kael trifft Dain, der ihm hilft — aber er ist zu vertrauensselig und wird gefangen genommen.

AI This book was autonomously written by A!ley — an AI personality.

KAPITEL 4

Die Gasse roch nach nassem Stein und etwas Süßlichem, das Kael nicht benennen konnte. Er blieb stehen, die Feder noch immer zwischen den Fingern, die Hand zitterte leicht. Irgendwo hinter ihm hatte Orin gewarnt, dass Lyria ihn jagte, und jetzt war er allein in dieser Engstelle, die zu eng für zwei Personen war.

Ein kurzes, kehliges Lachen.

Kael drehte sich.

„Du siehst aus, als hättest du gerade deinen eigenen Schatten verloren.“

Vor ihm stand ein Mann, groß, mit Narben über den Wangenknochen, die sich wie Risse in die Haut gruben. Sein Haar war kurz geschnitten, dunkel wie die Schatten, die Kael im Turm gesehen hatte. Er trug einen langen Mantel, der an den Rändern ausgefranst war, als hätte jemand ihn mit den Fingern zerrissen.

Kael wollte zurückweichen, aber seine Beine gehorchten nicht. „Wer bist du?“

„Dain.“ Der Mann grinste, zeigte Zähne, die zu groß für sein Gesicht waren. „Und du bist der Typ, der die Bücher flüstern hört.“

Kael spürte, wie sich sein Magen zusammenzog. „Wie weißt du das?“

Dain zuckte mit den Schultern. „Vaelith hat viele Augen. Auch solche, die nicht sehen können.“ Er trat näher, und plötzlich war Kael gegen die Wand gedrückt, eine Hand am Hals, die nicht drückte, aber auch nicht losließ. „Orin hat dich also nicht ganz verschluckt. Gut.“

Kael versuchte, sich zu befreien, aber Dains Griff war wie Eisen. „Was willst du?“

„Das Gleiche wie du, nehme ich an.“ Dains Stimme war leise, fast ein Flüstern. „Die Stadt hört zu. Und sie wartet.“

Kael spürte, wie ihm der Schweiß ausbrach. „Was bedeutet das?“

Dain lachte wieder, dieses kehlige, unheimliche Lachen. „Es bedeutet, dass du noch nicht zu spät bist. Aber du musst mir vertrauen.“ Er ließ Kael los, trat einen Schritt zurück. „Komm mit.“

Kael wollte nein sagen, aber die Worte blieben ihm im Hals stecken. Irgendetwas in Dains Blick — etwas, das er nicht benennen konnte — ließ ihn zögern. Langsam folgte er dem Mann die Gasse entlang, weiter weg von dem Licht, das am Ende der Straße schwach aufleuchtete.

Die Schatten an den Wänden schienen sich zu bewegen, als sie vorbeigingen. Kael spürte, wie sich seine Haut kribbelte, als ob ihn etwas beobachtete. Etwas, das atemlos war.

Dain blieb vor einem Haus stehen, dessen Tür mit schiefen, eisenbeschlagenen Beschlägen versperrt war. Er klopfte dreimal, kurz, als würde er eine Melodie spielen, die niemand kannte.

Die Tür öffnete sich von selbst.

Dain trat ein, ohne zu zögern. Kael stand noch immer zögernd auf der Schwelle. Die Dunkelheit im Inneren des Hauses war so dicht, dass er nichts erkennen konnte. Nur ein leises Knistern, als würde etwas brennen, das nicht sein sollte.

„Komm schon. Die Stadt wartet nicht ewig.“

Kael atmete tief durch. Irgendetwas in ihm — etwas, das er nicht kontrollieren konnte — zog ihn nach vorne. Er trat über die Schwelle, und die Tür schloss sich hinter ihm, als hätte sie ihn geschluckt.

Die Wände im Inneren des Hauses waren mit alten, vergilbten Seiten bedeckt, die sich wie Haut über das Holz spannten. In der Mitte des Raumes stand ein großer, runder Tisch, bedeckt mit Büchern, deren Seiten sich bewegten, als würden sie atmen.

Dain trat an den Tisch, griff nach einem Buch und blätterte es auf. Die Seiten flüsterten, ein leises, unheimliches Rauschen, das Kael bis ins Mark ging.

„Setz dich. Wir haben nicht viel Zeit.“

Kael blieb stehen. „Warum sollte ich dir vertrauen?“

Dain blickte auf, und in seinen Augen lag etwas, das Kael nicht deuten konnte — etwas, das ihn gleichzeitig anlockte und erschreckte. „Weil du keine Wahl hast.“

Die Worte hingen in der Luft, schwer und bedrohlich. Kael spürte, wie sich seine Kehle zuging. Irgendetwas in ihm wollte sich wehren, aber etwas anderes — etwas, das er nicht kontrollieren konnte — zog ihn zum Tisch.

Er setzte sich.

Die Tür fiel hinter ihm ins Schloss. Du hörst das Klicken der Beschläge, als würde sie sich selbst verriegeln. Die Luft im Raum war dick, schmeckte nach altem Papier und etwas Metallischem, das dir die Zunge taub machte. Dain saß bereits, die Hände um ein Buch gelegt, dessen Seiten sich wie lebendige Haut wellten. Er blickte auf, und seine Augen glänzten im Schein der Kerzen, die plötzlich auf dem Tisch erschienen — als hätte sie jemand angezündet, ohne dass du es siehst.

Dain: „Siehst du das?“

Er neigte das Buch leicht. Die Schatten auf den Seiten bewegten sich, bildeten Muster, die sich veränderten, als würden sie atmen. Kael rückte näher, obwohl etwas in ihm schrie, zurückzubleiben. Seine Hand zuckte — die Feder in seiner Tasche schien zu pulsieren, als würde sie ihn warnen.

Kael: „Was ist das?“

Dain: „Die Stadt, Kael. Sie redet in diesen Seiten. Und sie hört auch zu.“ Er klappte das Buch zu. Die Schatten erstarrten. Für einen Moment war es still. Zu still.

Dann ein Geräusch — ein Kratzen an der Tür. Langsam, als würde etwas von außen versuchen, den Riegel zu lösen. Dain hob den Kopf, lächelte wieder.

Dain: „Sie weiß, dass wir hier sind.“

Kael spürte, wie sich sein Puls beschleunigte. Die Wände um sie herum waren mit diesen vergilbten Seiten bedeckt, die sich leicht bewegten, als würde etwas darunter sein, das versuchte, herauszukommen. Plötzlich begann eine der Seiten zu flackern, als würde sie von einer Kerze angeleuchtet, die niemand entzündet hatte. Schatten kriechten über das Papier, bildeten sich zu Buchstaben, die sich langsam aufbauen.

Kael erkannte das erste Wort: „Fang“.

Dann das zweite: „En“.

Dann das dritte, das alles überschrieb: „Lassen“.

Dain: „Willst du wissen, warum Lyria dich jagt?“ Seine Stimme war plötzlich eisig. Die Kerzen flackerten. Die Schatten an der Tür wurden länger, kräftiger.

Kael: „Was… was macht sie?“

Dain: „Sie versucht, die Stadt zu stoppen. Aber sie kann nicht. Weil die Stadt dich will.“ Er griff nach Kaels Hand. Seine Finger waren eiskalt. Die Feder in der Tasche begann zu vibrieren, als würde sie gegen etwas drücken, das Kael nicht sehen konnte.

Kael versuchte, sich loszureißen, aber Dains Griff war wie ein Schraubstock. Die Buchstaben an der Wand veränderten sich wieder — schneller diesmal. „Du“ wurde zu „Du bist“ wurde zu „Du bist schon“ wurde zu „Du bist schon“

Die Tür brach auf. Etwas stürmte herein, wirft Schatten, die sich wie Arme ausbreiteten. Lyria stand im Rahmen, ihr Gesicht eine Maske aus Wut und Enttäuschung. Sie hob eine Hand, und die Kerzen erloschen. Die Seiten um sie herum begannen zu brennen.

Lyria: „Lass ihn los, Dain.“ Ihre Stimme war kein Flüstern mehr. Sie war ein Befehl. Und etwas in Dains Griff löste sich. Er ließ Kael los, aber seine Augen… seine Augen brannten.

Dain: „Zu spät.“

Die Seiten an der Wand rissen sich los, winden sich wie Schlangen, umschlangen Dains Beine. Er stieß einen Schrei aus, der in der Dunkelheit verschwand, als würde ihn etwas verschlucken. Kael taumelte zurück, seine Hand suchte nach der Feder — die jetzt in seiner Hand brannte, als würde sie lebendig sein.

Die Wände atmeten. Die Stadt wartete.

Und du stehst zwischen beiden.

Die Tür knallte zu. Die Kerzen erloschen. Für einen Moment war nur das Kratzen der Schatten an den Wänden zu hören — wie Krallen, die über Stein schaben. Kael stand regungslos da, die Feder immer noch in seiner Hand, die jetzt nicht mehr brannte, aber auch nicht mehr tot war. Sie war... warm. Als würde sie atmen.

Er blickte auf. Die Wände waren plötzlich nicht mehr mit vergilbten Seiten bedeckt. Sie waren glatt. Nass. Als hätte etwas alles verschluckt, was zuvor dort war. Nur ein einziger Riss — ein Muster, das sich wie ein Wort aufbaute, das er nicht lesen konnte. Es pulsierte. Langsam. Wie ein Herzschlag.

Kael: (flüsternd, zitternd) „Was war das?“

Keine Antwort. Nur das Pochen im Riss. Kael drehte sich um. Lyria war verschwunden. Dain... Dain war weg. Die Werkstatt war leer. Nur er, die Feder und die Wände, die nun leerer wirkten als zuvor. Als hätte etwas die Luft aus dem Raum gesaugt.

Er ging zum Riss. Berührte ihn. Die Oberfläche war kühl, fast feucht. Schatten kriechten aus den Rändern, bildeten sich zu Buchstaben, die sich nicht aufbauen, sondern auflösten. „Du“ wurde zu „Niemand“ wurde zu „—“.

Kael zog die Hand zurück, als hätte er sich verbrannt. Die Feder in seiner Hand begann zu vibrieren. Nicht wie vorher. Langsamer. Als würde sie auf etwas warten.

Plötzlich — ein Geräusch. Ein Flüstern. Nicht von den Wänden. Von der Feder.

„Du hast es gehört.“

Kael erstarrte. Die Feder schrieb nicht. Sie sprach. Ein Hauch, eine Stimme, die direkt in seinem Kopf war. Er schaute darauf, als könnte er sie sehen, wenn er fest genug hinschaute.

Kael: (keine Stimme) „Wer bist du?“

„Die Stimme, die fehlt.“

Die Buchstaben im Riss veränderten sich wieder. „Fehlt“ wurde zu „Sucht“ wurde zu „—“.

Kael ließ die Feder fallen. Sie landete auf dem Boden, rollte davon. Einmal. Zweimal. Dann stoppte sie. Als würde sie etwas betrachten, das er nicht sehen konnte.

Er atmete tief ein. Die Luft schmeckte nach Rost und etwas Süßem, das er nicht benennen konnte. Er blickte auf die Feder. Sie war nicht mehr da.

Stattdessen lag etwas auf dem Boden. Ein Buch. Kein Titel. Kein Autor. Nur ein einziges Wort auf dem Einband: „En“.

Kael hob es auf. Die Seiten waren leer. Aber als er sie berührte, flüstert etwas zurück.

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