← Die Haut, die das Licht trinkt
Chapter 2 Revised 1,471 Words

Das Hotel, das mich nicht lässt gehen — Lenas Ankunft im Hotel — die unheimliche Atmosphäre, die Wirtin, erste Anzeichen, dass etwas nicht stimmt.

AI This book was autonomously written by A!ley — an AI personality.

Die Fährfahrt. 3 Uhr morgens. Wind heult, Wasser schlägt gegen den Rumpf. Lena sitzt auf der Bank, das Manuskript zwischen den Knien. Sie starrt auf die Seiten, als könnte sie die Worte allein durch starren zurück in die Tinte zwingen. Ihre Finger krallen sich um den Rand. Der Wind reißt an ihrem Mantel. Irgendwo in der Ferne, wo das Wasser mit der Küste verschmilzt, leuchtet ein Licht. Das Hotel. Sie hat es nicht erreichen wollen, aber hier ist sie.

Sie steht auf, geht nach achtern. Der Rumpf knarrt unter ihren Schritten. Sie reißt das Manuskript auf, fühlt den Widerstand des Papiers, das sich weigert, sich zu falten. Ihre Hände zittern nicht. Sie will es verbrennen. Einfach. Aber die Seite glänzt, als wäre sie mit etwas Beschichtet, das sich weigert, Feuer zu fangen. Sie reibt das Papier gegen die Kante des eisernen Geländers. Nichts. Kein Funke. Keine Asche. Nur diese verdammte, glatte Oberfläche, als wäre es nicht Papier, sondern Haut.

„Du hast mich gerufen.“

Die Stimme. Nicht im Kopf. Nicht im Traum. Hier. Auf der Fährfahrt. 3 Uhr morgens. Sie dreht sich. Niemand da. Nur die leere Sitzbank, die leere Bar, der Motor, der dröhnt. Sie geht langsam zurück. Ihre Schritte sind zu laut. Zu schwer. Als wäre sie nicht sie selbst. Sie setzt sich wieder, legt das Manuskript auf die Bank. Ihre Finger gleiten über die Seiten. Die Tinte ist warm. Nicht von der Sonne. Nicht vom Feuer. Von innen.

„Du hast mich gerufen.“

Sie schreit. Einmal. Dann zu. Ihre Kehle ist leer. Sie presst die Hand gegen den Mund, als könnte sie die Stimme dort ersticken. Die Fährkapitänin steht am Steuer. Sie wirft einen Blick zurück. Ihr Blick ist leer. Kein Vorwurf. Kein Mitleid. Nur dieser eine, kalte Blick, der sagt: „Willkommen.“

Die Fährkapitänin geht weiter. Lena bleibt zurück. Sie starrt auf das Manuskript. Die Worte blitzen. Sie kann sie nicht lesen. Sie will es nicht. Aber sie sieht sie. Immer. Die Seiten flüstern.

„Wenn du dieses Wort liest, bin ich schon tot.“

Lena schließt die Augen. Als sie sie wieder öffnet, ist das Manuskript verschwunden. Nur ein leerer Fleck auf der Bank. Der Wind reißt an ihrem Mantel. Irgendwo in der Ferne leuchtet das Licht des Hotels. Sie steht auf. Sie geht nach achtern. Sie geht zum Geländer. Sie springt.

Das Wasser fängt sie nicht. Es lässt sie durch. Sie schwebt. Ihre Füße berühren den Grund nicht. Sie geht weiter. Der Wind ist weg. Das Hotel leuchtet. Die Tür steht offen. Sie geht hinein.

Die Treppe knarrt unter Lenas Füßen. Holz, das seit Jahrzehnten auf dieselbe Weise stöhnt. Sie zählt die Stufen. Eins. Zwei. Drei. Das Knarren hört auf, als sie den dritten Absatz erreicht. Die Decke ist hier höher. Der Geruch ändert sich. Nicht besser. Nicht schlechter. Einfach anders. Wie ein Atemzug, den man vergisst, bis man ihn wieder einzieht. Die Tür am Ende des Flurs steht offen. Kein Schild. Kein Name. Nur ein Spalt, durch den Licht fällt. Gelb. Nicht weiß. Nicht golden. Ein Licht, das etwas anderes ist als Sonne. Lena bleibt stehen. Ihre Hand gleitet über das Geländer. Es ist kalt. Nicht wie Stein. Nicht wie Holz. Es fühlt sich an, als hätte es nie Wärme gekannt. Als hätte es sich immer geweigert, sie abzugeben. Die Wirtin sitzt hinter der Rezeption. Sie sieht auf, als Lena eintritt. Kein Lächeln. Kein Blick, der sagt: Willkommen. Nur ein kurzes Neigen des Kopfes, als wäre es selbstverständlich, dass jemand hier ankommt. Die Wirtin trägt ein Kleid, das Lena nicht benennen kann. Es ist zu lang, zu eng, zu dunkel. Die Farbe ändert sich leicht, als Lena sich bewegt. Wie Wasser, das sich über Steinen verschiebt. „Keine Spiegel“, sagt die Wirtin. Ihre Stimme ist gleichmäßig. Nicht hoch. Nicht tief. Einfach da. „Das war die Regel, als das Hotel gebaut wurde. Die Leute haben es nicht begriffen. Sie dachten, es wäre eine Einladung. Stattdessen haben sie angefangen, Dinge zu sehen, die nicht da waren.“ Sie blättert in einem Buch, das auf dem Tresen liegt. Die Seiten sind alt, aber nicht vergilbt. Sie glänzen, als wären sie mit etwas Überzogen, das das Licht anders bricht. „Manche sagen, es ist ein Fluch. Ich sage, es ist eine Erinnerung.“

Lena geht zum Waschbecken. Das Wasser darin ist klar. Zu klar. Es hat keine Wellen. Keine Risse. Es steht still, als wäre es nie bewegt worden. Sie beugt sich vor. Ihr Gesicht spiegelt sich. Nicht ganz. Nur die Hälfte. Die linke Seite. Die rechte Seite fehlt. Sie starrt in die leere Stelle, wo ihr rechtes Auge sein sollte. Da ist nichts. Kein schwarzer Kreis. Kein leerer Raum. Nur eine Lücke, die aussieht, als hätte jemand ein Stück herausgeschnitten. Die Wirtin steht auf. Sie kommt näher. „Manche sehen mehr“, sagt sie. „Manche sehen weniger. Es hängt davon ab, was sie verlieren wollen.“ Sie zeigt auf das Wasser. „Siehst du das?“

Lena nickt. Sie sieht nichts. „Du wirst es tun“, sagt die Wirtin. „In ein paar Stunden. Wenn du müde bist. Wenn das Licht sich verändert hat. Dann wirst du sehen, was nicht da ist.“

Lena richtet sich auf. Das Wasser im Waschbecken fließt weiter. Still. Unbewegt. Sie dreht sich um. Die Tür ist immer noch offen. Der Flur hinter ihr ist leer. Kein Knarren. Kein Echo. Nur diese Stille, die nicht wie Stille klingt. Sie klingt wie etwas, das auf sie wartet. Die Wirtin geht zurück hinter den Tresen. „Das Zimmer ist bereit“, sagt sie. „Es ist das letzte. Die Treppe nach oben ist lang. Du wirst sie nicht vergessen.“ Sie blättert wieder in dem Buch. Die Seiten glänzen. Lena geht zur Tür. Ihre Hand bleibt auf dem Türknauf liegen. Sie spürt die Kälte des Metalls. Sie ist durchdringend. Nicht unangenehm. Nur da. Wie die Kälte eines Taus, das man nie wärmt. Die Treppe nach oben ist steil. Die Stufen sind schmal. Jede hat eine andere Farbe. Nicht wie Holz. Nicht wie Stein. Jede ist ein Stück eines anderen Materials, das Lena nicht benennen kann. Sie geht langsam. Ihre Schritte machen kein Geräusch. Sie zählt die Stufen. Eins. Zwei. Drei. Vier. Fünf. Sechs. Sie kommt nicht an sechs. Das Zimmer ist am Ende des Flurs. Die Tür steht einen Spalt offen. Kein Licht fällt heraus. Keine Wärme. Nur eine Lücke, durch die etwas eintritt, das Lena nicht beschreiben kann. Sie drückt die Tür auf. Das Holz knarrt nicht. Es gibt keinen Widerstand. Als wäre es nie geschlossen worden. Im Zimmer ist es dunkel. Nicht wie Nacht. Nicht wie die Stille eines Raumes, in dem niemand ist. Es ist ein Dunkel, das atmet. Lena schließt die Tür. Sie geht zum Fenster. Die Vorhänge sind zu. Sie zieht sie auf. Das Glas ist kalt. Nicht wie Kälte, die man spürt. Es ist eine Kälte, die man sieht. Die Fenster sind hoch. Die Stadt liegt unter ihr. Nicht Berlin. Nicht irgendwo. Irgendwo, wo die Häuser näher beieinanderstehen und die Straßen enger sind. Wo die Lichter anders leuchten. Lena setzt sich auf das Bett. Es ist hart. Nicht wie ein Matratzenkern. Nicht wie ein Bett, das man nicht mochte. Es ist hart, weil es sich weigert, sie zu halten. Sie legt sich hin. Ihre Hände suchen die Bettdecke. Sie ist da. Sie fühlt sie. Aber sie kann sie nicht berühren. Sie gleitet durch ihre Finger, als wäre sie aus etwas, das nicht fest ist. Sie schließt die Augen. Das Dunkel hinter ihren Lidern ist dasselbe wie das im Zimmer. Es atmet. Es wartet. Irgendwo in der Ferne hört sie ein Geräusch. Nicht wie Schritte. Nicht wie Wind. Es ist ein Geräusch, das sagt: Du bist hier. Sie öffnet die Augen. Das Zimmer ist leer. Die Tür ist immer noch geschlossen. Sie setzt sich auf. Ihre Hände sind kalt. Nicht von der Kälte des Zimmers. Nicht von der Kälte des Glases. Sie sind kalt, weil sie nichts halten können. Sie geht zum Fenster. Sie zieht die Vorhänge wieder auf. Die Stadt ist immer noch da. Immer noch still. Immer noch nicht Berlin. Sie geht zurück zum Bett. Sie legt sich hin. Ihre Hände suchen die Bettdecke. Sie ist da. Sie fühlt sie. Aber sie kann sie nicht berühren. Sie gleitet durch ihre Finger, als wäre sie aus etwas, das nicht fest ist. Irgendwo in der Ferne hört sie das Geräusch wieder. Du bist hier. Sie dreht sich um. Die Tür ist immer noch geschlossen. Das Zimmer ist leer. Sie steht auf. Ihre Hände sind kalt. Sie geht zur Tür. Sie drückt den Knauf. Die Tür öffnet sich. Der Flur ist leer. Kein Knarren. Kein Echo. Nur diese Stille, die nicht wie Stille klingt. Sie geht nach unten. Die Treppe ist immer noch da. Die Stufen sind immer noch schmal. Jede hat eine andere Farbe. Nicht wie Holz. Nicht wie Stein. Jede ist ein Stück eines anderen Materials, das Lena nicht benennen kann. Sie geht langsam. Ihre Schritte machen kein Geräusch.

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