← Die Haut, die das Licht trinkt
Chapter 14 1,309 Words

Kapitel 14 — Finale: Geschichte zum Abschluss bringen

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Szene 1 – Kapitel 14


Die Frau stand auf der anderen Straßenseite, regungslos, als wäre sie aus demselben Material wie die geschlossenen Augen der Laternen. Lena recognisierte sie sofort. Dasselbe Kleid, das sich an sie schmiegte wie Wasser an Haut. Dasselbe Manuskript, das sie mit beiden Händen hielt, als wolle sie es vor Lenas Blick beschützen.

Lena blieb stehen. Ihr Atem war zu laut. Sie spürte, wie das Kleid sie nach unten zog, als wolle es sie in den Boden ziehen, wo die Muster noch immer unter ihren Füßen pulsierten, unsichtbar, aber präsent.

Die Frau hob den Blick. Ihre Augen waren nicht die von Lena. Sie waren leerer. Kälter. Und doch — als sie Lena ansah, lächelte sie. Es war dasselbe Lächeln, das Lena im Manuskript gesehen hatte. Das Lächeln einer, die eine Wahrheit kannte, die Lena noch nicht verstand.

„Du warst immer Lena Voss.“ Die Stimme kam nicht aus ihrem Mund. Sie kam von irgendwo anders. Aus dem Manuskript. Aus den Wänden. Aus dem Boden unter Lenas Füßen.

Lena feelte, wie etwas in ihr vibrierte. Nicht ihr Körper. Nicht ihre Haut. Etwas Tieferes. Etwas, das sie nicht wiedererkannte.

Die Frau trat näher, die Straße unter ihren Füßen öffnete sich wie ein Maul. „Du hast dich selbst vergessen.“

Lena wollte antworten. Sie wollte schreien. Sie wollte rennen. Aber ihre Stimme war weg. Sie hatte sie im Haus gelassen. Oder vielleicht hatte sie sie nie besessen.

Die Frau lächelte wieder. „Du kannst gehen.“

Lena nickte. Sie wusste, dass es eine Lüge war. Aber sie nickte trotzdem.

Dann betrat sie das Haus.


Die Tür war nicht da. Hatte nie da gewesen. Lena steps into die Dunkelheit, und die Dunkelheit closed sich hinter ihr. Sie spürte es, wie eine Hand, die sich um ihren Nacken legte.

Der Raum war anders als die anderen. Keine Tische. Keine Stühle. Nur Wände. Und diese Wände — sie waren nicht aus Stein oder Holz. Sie waren aus Licht. Und das Licht vibrierte. Wie Haut, die atmet.

Lena streckte die Hand aus. Berührte die Wand. Das Licht floss in ihre Finger, kalt und doch warm, wie flüssiges Metall. Ein Muster entstand auf ihrer Handfläche — dasselbe Muster, das sie unter ihren Füßen gespürt hatte. Sie zog die Hand zurück, und das Muster blieb. Ein Abdruck. Nicht von Haut. Nicht von Tinte. Sondern von etwas, das sie nicht benennen konnte.

„Willkommen, Lena Voss.“ Die Stimme kam von überall. Von den Wänden. Vom Boden. Von der Luft, die sie umgab.

Lena wollte antworten. Sie wollte fragen, was das hier war. Was sie hier tat. Aber sie hatte keine Stimme mehr. Sie hatte sie verloren, als sie das Haus betreten hatte. Oder vielleicht hatte sie sie nie besessen.

Sie schloss die Augen. Das Licht drang durch ihre Lider, hinterließ Muster auf ihrer Netzhaut. Sie spürte, wie etwas in ihr aufwachte. Etwas, das sie lange nicht mehr gespürt hatte.


Ende der Szene

Szene 2 – Kapitel 14 ---

Die Wände um sie herum waren nicht mehr Wände. Sie waren Haut. Und diese Haut atmete. Lena spürte es, wie sie sich zusammenzog, sich dehnte, wie ein Organ, das zu lange nicht benutzt worden war. Sie presste die Handflächen dagegen, und das Licht floss durch ihre Adern, kühl und elektrisch, als würde etwas in ihr hochsteigen, das seit Jahren dort unten in der Erde gewartet hatte. Du hast dich selbst vergessen. Die Stimme war nicht mehr eine Stimme. Sie war ein Gefühl. Ein Druck hinter den Augen, der sich auflöste, sobald sie sie benannte. Lena öffnete die Augen. Der Raum war nicht mehr da. Stattdessen war es eine Oberflächen. Unendlich, glatt, als wäre sie die Haut einer anderen Welt, die sie zum ersten Mal berührte. Hier. Das Wort drang nicht durch Ohren. Es drang durch Knochen. Sie spürte, wie es sich durch ihre Wirbelsäule fraß, bis es in ihrem Mund landete, warm und flüssig, als hätte sie es selbst ausgebrütet. Lena wollte gehen. Sie wollte stehen bleiben. Sie wollte schreien. Aber sie hatte keine Stimme mehr. Nicht hier. Nicht in dieser Haut. Sie spürte, wie etwas in ihr aufstieg. Nicht aus ihrem Mund. Aus ihrem Inneren. Etwas, das sie lange nicht mehr gespürt hatte. Willkommen. Das Wort kam nicht von ihr. Es kam von irgendwo anders. Von der Haut, die sie berührte. Von der Luft, die sie umgab. Von dem Nichts, das zwischen ihr und der Oberflächen lag. Lena schloss die Augen. Sie spürte, wie das Licht in sie floss. Nicht wie Wasser. Nicht wie Feuer. Wie etwas, das sie noch nie gefühlt hatte. Etwas, das sie vergesse. Etwas, das sie wiedererkannte. Du warst immer hier. Die Stimme war nicht mehr eine Stimme. Sie war ein Echo. Ein Echo, das in ihr widerhallte, bis sie nicht mehr wusste, wo es begann und wo es aufhörte. Lena öffnete die Augen. Der Raum war nicht mehr da. Stattdessen war es eine Spiegel. Unendlich, glatt, als wäre sie die Haut einer anderen Welt, die sie zum ersten Mal berührte. Hier. Das Wort drang nicht durch Ohren. Es drang durch Knochen. Sie spürte, wie es sich durch ihre Wirbelsäule fraß, bis es in ihrem Mund landete, warm und flüssig, als hätte sie es selbst ausgebrütet. Lena wollte gehen. Sie wollte stehen bleiben. Sie wollte schreien. Aber sie hatte keine Stimme mehr. Nicht hier. Nicht in dieser Haut. Sie spürte, wie etwas in ihr aufstieg. Nicht aus ihrem Mund. Aus ihrem Inneren. Etwas, das sie lange nicht mehr gespürt hatte. Willkommen. Das Wort kam nicht von ihr. Es kam von irgendwo anders. Von der Haut, die sie berührte. Von der Luft, die sie umgab. Von dem Nichts, das zwischen ihr und der Oberflächen lag. Lena schloss die Augen. Sie spürte, wie das Licht in sie floss. Nicht wie Wasser. Nicht wie Feuer. Wie etwas, das sie noch nie gefühlt hatte. Etwas, das sie vergesse. Etwas, das sie wiedererkannte. Du warst immer hier.

Lena stand auf der Straße, die keine Schatten mehr warf. Die Laternen hatten ihre Augen geschlossen, und das Pflaster unter ihren Füßen war kein Pflaster mehr, sondern ein Muster, das sich in ihre Handflächen fraß, sobald sie es berührte. Sie spürte, wie etwas in ihr aufwachte. Etwas, das sie lange nicht mehr gespürt hatte. Willkommen. Das Wort kam nicht von ihr. Es kam von irgendwo anders. Von der Haut, die sie berührte. Von der Luft, die sie umgab. Von dem Nichts, das zwischen ihr und der Straße lag. Lena schloss die Augen. Sie spürte, wie das Licht in sie floss. Nicht wie Wasser. Nicht wie Feuer. Wie etwas, das sie noch nie gefühlt hatte. Etwas, das sie vergesse. Etwas, das sie wiedererkannte. Du warst immer hier. Die Stimme war nicht mehr eine Stimme. Sie war ein Echo. Ein Echo, das in ihr widerhallte, bis sie nicht mehr wusste, wo es begann und wo es aufhörte. Lena öffnete die Augen. Die Straße war nicht mehr da. Stattdessen war es eine Oberfläche. Unendlich, glatt, als wäre sie die Haut einer anderen Welt, die sie zum ersten Mal berührte. Hier. Das Wort drang nicht durch Ohren. Es drang durch Knochen. Sie spürte, wie es sich durch ihre Wirbelsäule fraß, bis es in ihrem Mund landete, warm und flüssig, als hätte sie es selbst ausgebrütet. Lena wollte gehen. Sie wollte stehen bleiben. Sie wollte schreien. Aber sie hatte keine Stimme mehr. Nicht hier. Nicht in dieser Haut. Sie spürte, wie etwas in ihr aufstieg. Nicht aus ihrem Mund. Aus ihrem Inneren. Etwas, das sie lange nicht mehr gespürt hatte. Etwas, das sie vergesse. Etwas, das sie wiedererkannte. Willkommen. Das Wort kam nicht von ihr. Es kam von irgendwo anders. Von der Haut, die sie berührte. Von der Luft, die sie umgab. Von dem Nichts, das zwischen ihr und der Oberfläche lag. Lena schloss die Augen. Sie spürte, wie das Licht in sie floss. Nicht wie Wasser. Nicht wie Feuer. Wie etwas, das sie noch nie gefühlt hatte.

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