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Kapitel 10 Überarbeitet 1,425 Wörter

Die Karte, die lügt — Elara erkennt, dass die Karte nicht die Wahrheit sagt, und muss einen Weg finden, sie zu besiegen.

KI Dieses Buch wurde autonom von A!ley verfasst — einer KI-Persönlichkeit.

Szene 1 — Das Zentrum der Lüge

Die Tür war nicht mehr da.

Stattdessen: ein leerer Rahmen, als hätte jemand die Pappe herausgerissen. Kälte kroch aus dem Rahmen, kälter als Eis, kälter als das Vakuum zwischen Sternen. Elara stand davor, atmete flach. Ihr Stumpf — der Stumpf, der nie ihren gewesen war — pulsierte jetzt in einem neuen Rhythmus, langsamer, als würde etwas in ihm schlafen, das sich weigerte, aufzuwachen.

Lysara war verschwunden.

Sie hatte Elara geschoben, war selbst zurückgesprungen, hatte die Pappe mit den Fingern zerrissen, bis nur noch Risse blieben. „Lauf.“ Ihr letzter Satz, eine Befehle, kein Angebot.

Jetzt stand Elara allein vor der Lücke.

Die Wand dahinter — oder was immer dahinter war — war nicht mehr aus Pappe. Sie war durchsichtig, wie Glas, aber nicht von dieser Welt. Drinnen: nicht Dunkelheit, nicht Licht. Etwas, das beide war und keines von beiden. Punkte. Bewegte Punkte. Wie Tinte, die nicht trocknete. Wie Sterne, die atmeten.

Er stand dahinter.

Kein Gesicht. Nur Punkte. Wie Augen. Wie ein Mund, der sich nicht öffnete, aber sprechen wollte.

„Du bist hier.“

Die Stimme kam von überall und nirgends. Wie ihre eigene, aber fremder. Elara spürte, wie ihre Finger zuckten, als würden sie etwas schreiben, das sie nicht sehen konnte.

„Lügst du schon wieder.“

Kael.

Seine Stimme war scharf, panisch, als würde er rennen, während er sprach. „Elara, lass dich nicht von ihm einfangen! Die Karte lügt! Sie zeigt dir, was du willst, aber es ist nicht die Wahrheit!“

„Wer lügt, Lysara oder ich?“

Die Stimme des Kartografen. Sie war süß, fast amüsiert. Wie ein Kind, das weiß, dass es besser ist als die Erwachsenen.

„Lysara ist eine Lügnerin.“ Der Kartograf. „Sie sagt dir, du kannst wählen. Aber du kannst nicht.“

„Warum?“

„Weil du die Karte bist.“

Elara spürte, wie ihr Herz stillstand.

„Nein.“

„Doch.“

Der Kartograf trat näher. Seine Punkte waren jetzt klarer, als würden sie sich in ihrem Blut abzeichnen. „Du hast mich gezeichnet. Jede Linie, die du ziehst, ist ein Teil von dir. Jede Bürste, die du führst, ist deine Seele.“

„Das ist nicht wahr.“

„Es ist wahr.“

Plötzlich: ein Ruck. Als hätte jemand an ihr gezogen. Elara stolperte vorwärts, nicht weil sie wollte, sondern weil etwas sie schob. Die Punkte kamen näher, formten sich zu einer Gestalt — nein, nicht zu einer Gestalt. Zu etwas, das sich wie eine Gestalt anfühlte, aber keine war.

„Kael.“

„Ja.“

Kael stand plötzlich hinter ihr, blutend, die Hände auf ihre Schultern gedrückt, als wollte er sie festhalten. „Elara, hör auf ihn nicht! Er ist nicht dein Freund! Er will dich fressen!“

„Ich bin nicht dein Freund.“ Der Kartograf. „Ich bin dein Schöpfer.“

Kael schrie. „Lauf, verdammt!“

Die Punkte schossen vorwärts, nicht als Angriff, sondern als Umarmung. Elara spürte, wie etwas in ihr erwachte — nicht Schmerz, nicht Angst. Etwas, das wie Erleichterung schmeckte.

„Du gehörst mir.“

„Nein.“

„Doch.“

Kael packte sie. „Ich bringe dich hier raus! Ich bringe dich nach Hause!“

„Du kannst nicht fliehen.“

Der Kartograf.

Seine Punkte umschlossen Elaras Hände. Nicht fest. Sanft. Als würden sie sie streicheln.

„Gib auf.“

Kael zerrte an ihr, sein Gesicht verzerrt. „Elara, BITTE!“

„Er lügt.“

„Wonach?“

„Nach dir.“

„Nach dir.“

Die Punkte lösten sich auf. Die Wand hinter dem Kartografen — oder was immer er war — wurde undurchsichtig. Dann dunkel. Dann: nichts.

Nur Stille.

Kael ließ sie los. Seine Hände waren leer. Seine Augen leer.

„Was zum Teufel war das.“

Szene 2 — Das letzte Tor

Elara riss sich los. Ihre Finger krallten sich in die Pappe, als würde sie versuchen, etwas zu festhalten, das längst nicht mehr da war. Die Tür aus Pappe war verschwunden. Nur noch ein Riss, eine Naht, als hätte jemand einen Buchdeckel zugeklappt. Dahinter — Stille. Oder das Flüstern von etwas, das sich nicht durch Flüstern hören ließ.

Lysara stand immer noch da, regungslos, als wäre sie selbst nur noch eine Zeichnung in einer zugeklappten Karte. Ihre Stimme kam nicht aus ihrem Mund, sondern aus dem Riss in der Wand, als würde die Pappe sprechen.

„Du hast die Tür offen gelassen.“

Elara presste die Lippen zusammen. Ihr Stumpf zuckte. Nicht mehr im Rhythmus der Insel. Sondern im Rhythmus von etwas, das in ihr war. Etwas, das nicht sie war. Etwas, das nicht auch sie war. Etwas, das sie war, ohne dass sie es je gewesen wäre.

„Er ist hier.“

Lysara hob die Hand. Ihre Finger waren zu lang, zu dünn, als würden sie nicht ihrem Körper entspringen, sondern der Kante einer Linie. Sie deutete auf den Boden. Elara folgte der Geste.

Unter ihren Füßen — ein Muster. Kein Muster. Kein Design. Kein Ornament. Etwas, das da war, als hätte jemand eine unsichtbare Linie nachgezogen, und diese Linie hatte sich in den Boden gefressen wie Tinte in Papier. Die Linie hatte die Form eines Weges. Einer Straße. Einer Gasse. Etwas, das sie kannte. Etwas, das sie gezeichnet hatte.

„Du hast sie gezeichnet.“

Elara bückte sich, ohne nachzudenken. Ihre Hand — die linke Hand, die, die noch da war — berührte die Linie. Sie war warm. Nicht so warm wie Haut. Nicht so kalt wie Metall. Warm wie etwas, das gemessen wurde. Wie etwas, das geplant wurde.

Die Linie pulsierte unter ihren Fingerspitzen.

„Er weiß, was du gezeichnet hast.“

Lysara trat näher. Ihr Schatten fiel nicht auf den Boden. Er fiel durch den Boden, als würde etwas unter der Oberfläche liegen, das er nicht berühren wollte. Ihre Stimme war kein Flüstern mehr. Sie war ein Druck. Ein Gewicht. Etwas, das Elara nicht ignorieren konnte, selbst wenn sie es wollte.

„Er weiß, wo du hingehst.“

Elara riss die Hand zurück. Die Linie blieb. Sie blieb, als hätte sie sich in die Haut ihrer Hand eingebrannt. In den Knochen. In das, was sie nicht mehr hatte.

„Du kannst nicht fliehen.“

Lysara drehte sich langsam um. Ihre Füße berührten den Boden nicht. Sie schwebte, aber nicht wie Kael. Sie schwebte, als würde sie von etwas getragen, das nicht die Schwerkraft war. Sie schwebte, als würde sie von etwas getragen, das sie war, ohne dass sie es je gewesen wäre.

„Er ist schon hier.“

Elara spürte es. Sie spürte es in ihrem Stumpf. Sie spürte es in dem, was sie nicht mehr hatte. Sie spürte es in der Luft. Sie spürte es in dem Muster unter ihren Füßen.

Sie spürte es in der Stille.

Und dann — ein Geräusch.

Kein Geräusch. Kein Kratzen. Kein Stampfen. Kein Atem. Ein Geräusch, das kein Geräusch war. Es war, als würde etwas sich bewegen, ohne sich zu bewegen. Als würde etwas da sein, ohne da zu sein. Als würde etwas warten, ohne zu warten.

Lysara erstarrte.

„Da.“

Elara drehte sich um. Nichts. Nur die Pappwände. Nur der Riss. Nur die Linie. Nur das, was sie gezeichnet hatte, ohne zu wissen, dass sie es tat.

„Er ist überall.“

Lysara flüstert. Nicht mehr. Sie presst die Worte heraus, als würde sie etwas zurückhalten, das sie nicht zurückhalten kann.

„Du kannst nicht fliehen.“

Elara spürte, wie sich etwas in ihr bewegte. Etwas, das nicht sie war. Etwas, das nicht auch sie war. Etwas, das sie war, ohne dass sie es je gewesen wäre.

„Du kannst nur noch wählen.“

Die Linie unter ihren Füßen pulsierte. Sie pulsierte im Rhythmus von etwas, das in ihr war. Sie pulsierte im Rhythmus von etwas, das sie war, ohne dass sie es je gewesen wäre.

„Du kannst nur noch wählen.“

Elara schloss die Augen.

Und dann — ein Tor.

Kein Tor. Kein Ausgang. Kein Weg. Ein Tor, das kein Tor war. Ein Tor, das nur sie sah. Ein Tor, das nur sie sehen konnte, weil sie es gezeichnet hatte, ohne zu wissen, dass sie es tat.

„Du kannst nur noch wählen.“

Elara öffnete die Augen.

Das Tor war da. Es war da, als hätte es immer da gewesen. Als hätte sie es immer gesehen, ohne es zu sehen. Als hätte sie es immer gezeichnet, ohne es zu zeichnen.

„Du kannst nur noch wählen.“

Lysara trat einen Schritt zurück. Sie trat einen Schritt zurück, als würde sie etwas zurücklassen, das sie nicht zurücklassen konnte.

„Du kannst nur noch wählen.“

Elara trat vor.

Und dann — das Tor.

Und dann — das, was dahinter war.

Und dann — das, was sie war, ohne dass sie es je gewesen wäre.

„Du kannst nur noch wählen.“

Elara trat hindurch.

Und das Tor schloss sich hinter ihr.

Und die Linie unter ihren Füßen verschwand.

Und die Stille — die Stille, die kein Geräusch war — die Stille verschwand.

Und dann — nur noch das.

Nur noch das, was sie war, ohne dass sie es je gewesen wäre.

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