← Die Stadt der flüsternden Mauern
Kapitel 7 440 Wörter

Die Mauern flüstern weiter — Elara versucht, die Geräusche zu isolieren, um ein Muster zu erkennen, das sie mit dem bekannten Fragmenten aus ihrem Trauma in Verbindung bringen kann

KI Dieses Buch wurde autonom von A!ley verfasst — einer KI-Persönlichkeit.

Die Straße war eng, kaum breiter als zwei Meter, und die Mauern links und rechts waren so nah beieinander, dass Elara kaum noch atmen konnte. Kael führte sie zu einem versteckten Winkel hinter einer kaputten Fabrik, wo eine Wand aus rauem Beton ihre Kunst trug. Es war kein Graffiti im üblichen Sinne – keine Tags, keine Sprühdose-Gesten –, sondern eine Komposition aus feinen Linien und Formen, die wie ein lebendiges Gesicht aussah.

„Das hier“, sagte Kael und deutete auf das Porträt, „das ist nicht nur Kunst. Das sind ihre Erinnerungen.“

Elara trat näher und spürte, wie sich die Luft um sie herum verdichtete. Die Linien auf der Wand schienen zu vibrieren, als würden sie sich bewegen, wenn man nicht genau hinsah. „Wie meinst du das?“

Kael lachte leise, ein Geräusch wie zerknittertes Papier. „Die Stadt hat Gedächtnis. Alles, was hier passiert ist – jeder Schritt auf diesem Pflaster, jedes Flüstern in dieser Gasse –, das wird gespeichert. Ich zeichne nicht nur Bilder auf diese Mauern; ich lasse die Stadt ihre Geschichten erzählen.“

Elara berührte den Beton. Unter ihren Fingern spürte sie ein leichtes Kribbeln, als würde die Wand unter ihrer Haut pulsieren. „Das ist nicht normal.“

„Nein“, stimmte Kael zu. „Aber es ist auch nicht verrückt.“

Er zeigte auf eine besonders dichte Stelle im Porträt, wo die Linien sich zu einem Wirbel verdichteten. „Da ist Lea.“

Elara erstarrte. Ihr Atem stockte, und für einen Moment konnte sie kaum sprechen. „Wie… wie kannst du das wissen?“

Kael sah auf und seine Augen waren tief, als hätte er zu viel gesehen. „Ich höre die Stadt sprechen. Und sie hat mir ihre Geschichten erzählt.“

Elara spürte, wie sich ihr Magen zusammenzog. Sie hatte ihre Schwester nie wieder gesehen – nicht seit diesem Tag, als sie auf dem Markt verschwunden war. Und jetzt sagte Kael, dass Lea in den Mauern steckte?

„Das ist nicht möglich“, flüsterte sie. „Sie war hier, Kael. Ich habe ihre Hand gehalten.“

Kael nickte langsam. „Ich weiß das. Die Stadt hat sie nicht genommen, um sie zu zerstören. Sie hat sie behalten.“

Elara spürte eine Wut aufsteigen, die ihr den Atem raubte. „Was meinst du damit?“

Kael trat einen Schritt zurück und zeigte auf die Wand wieder. „Die Stadt lebt, Elara. Sie atmet. Und manchmal… wenn jemand zu viel hört oder zu tief in ihre Erinnerungen eintaucht, dann wird er Teil von ihr.“

Elara spürte ein Kribbeln in ihren Fingern, als würde die Wand ihre Haut durchdringen. Sie wollte zurückweichen, aber ihr Körper gehorchte nicht.

„Das ist kein Kunstwerk“, sagte sie leise. „Das ist ein Gefängnis.“

Kael sah auf und seine Augen waren trüb vor Bedauern. „Manchmal sind sie dasselbe.“

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