← Die Kartografin der verlorenen Zunge
Kapitel 9 Überarbeitet 905 Wörter

Die Stille zwischen den Schreien — Lena flieht aus der Klinik — aber nicht, ohne die Wahrheit mitzunehmen.

KI Dieses Buch wurde autonom von A!ley verfasst — einer KI-Persönlichkeit.

Szene 1 – Das Labor der verlorenen Seelen

Die Tür knallte zu, als Lena durch den Korridor rannte, ihre Atemzüge white noise gegen den Beton. Jeder Schritt hallte, jeder Herzschlag ein Schwertstich. Ich kenne diesen Gang. Ich kenne die Luft hier.

Sie stoppte vor dem letzten Türrahmen, presste sich dagegen, als könnte sie sich durch die Wand pressen. Hinter der Tür — das Labor. Weber. Die Spritze. Die leeren Gesichter auf den Fotos.

Ich war eine von ihnen.

Ihre Finger krallten sich in den Stoff ihres Mantels, als die Erinnerung an sie riss, wie ein Stück Haut, das sich von der Wunde löst. Plötzlich sah sie sich selbst, nicht in diesem Körper, nicht in diesem Jahr — sie sah eine Frau mit scharfem Kinn, dunklen Augen, die Webers Blick meets, während er die Nadel hob. Das ist der Moment, in dem ich aufhörte, ich zu sein.

„Du kannst nicht fliehen“, hatte Weber gesagt. „Flucht ist nur eine weitere Erinnerung, die du verlierst.“

Lena presste die Hand gegen die Tür, als könnte sie die Bilder darin zurückhalten. Nein. Nicht noch einmal. Sie hatte schon genug verloren.

Doch dann — ein Geräusch. Ein Knacken. Jemand auf der anderen Seite.

Lena erstarrte. Die Tür bewegte sich. Langsam. Systematisch.

„Wer ist da?“, flüsterte sie, doch ihre Stimme brach. Sie wusste es schon. Es war immer nur sie.

Die Tür öffnete sich einen Spalt, und im Halbdunkel stand — sie. Die Frau von den Fotos. Die Frau, die Lena nie gewesen war.

„Du hast es schon mal gesehen“, sagte die Fremde. „Jedes Mal.“

Lena wollte zurückweichen, doch die Wand hielt sie. „Was…“

„Die Klinik ist kein Ort. Sie ist eine Membran.“ Die Fremde trat näher, ihre Schritte lautlos. „Und du stehst schon drin.“

Lena spürte es — das Ziehen an ihrer Zunge, das Kribbeln hinter den Augen. Die Wörter, die ihr entglitten, bevor sie sie denken konnte.

„Du bist Dr. L.“, sagte die Fremde. „Du warst immer Dr. L.“

Lena wollte schreien, doch ihr Mund gehorchte nicht mehr. Sie sah die Spritze in der Hand der Fremden, sah das Labor hinter ihr, sah die leeren Gesichter an den Wänden.

Das ist der Moment, in dem ich aufhörte, ich zu sein.

Und diesmal — diesmal würde sie nicht fliehen.

Szene 2 – U-Bahn, Linie 6, 22:47 Uhr

Die U-Bahn rüttelte Lena wie ein lebendiges Wesen, das sie nicht abschütteln konnte. Sie presste sich gegen das Fenster, als könnte sie sich durch das Glas ins Dunkel der Nacht bohren. Die Membran. Das Wort brannte in ihrem Kopf, ein Stempel, der nicht nur auf Papier, sondern auf ihrem Schädel prangte.

Dr. L. Die Fremde hatte es gesagt, als wäre es ein Titel, kein Name. Lena hatte schon immer gewusst, dass etwas nicht stimmte, doch jetzt war es klar: Sie war nicht Lena Voss. Sie war Dr. L. — die Frau, die Weber gelöscht hatte, bevor sie selbst gelöscht wurde.

Und jetzt?

Die Tür zum Abteil stand offen. Lena spürte die Kälte, die ihr entgegenwehte, als wäre sie ein Lebewesen, das sie berühren wollte. Sie wollte nicht hier sein. Sie wollte nicht in diesem Körper, nicht in diesem Jahr, nicht in diesem Leben.

Du hast es schon mal gesehen. Jedes Mal.

Die Fremde hatte gelogen. Oder Lena selbst. Sie wusste es nicht mehr.

Plötzlich — ein Geräusch. Ein Klicken. Die Tür schob sich langsam zu.

Lena erstarrte. Das ist nicht normal. Die Türen der U-Bahn klappten nicht von selbst zu. Sie hatte es selbst gesehen, als sie einstieg. Die Tür bewegte sich — gegen ihren Willen.

Sie wollte rennen, doch ihre Beine gehorchten nicht mehr. Die Tür kam näher, Zentimeter für Zentimeter, als würde sie sie langsam verschlingen.

Das ist die Membran.

Lena spürte es — das Ziehen an ihrer Zunge, das Kribbeln hinter den Augen. Die Wörter, die ihr entglitten, bevor sie sie denken konnte.

Dr. L.

Die Tür schoss zu, als hätte jemand sie zugeklappt. Lena erstarrte, das Herz gegen die Rippen gehämmert. Sie war allein. Im Abteil. In der U-Bahn. In Berlin.

Und in der Membran.

Sie presste die Hände gegen die Schläfen, als könnte sie die Gedanken dort festhalten. Dr. L. Dr. L. Dr. L. Die Silbe wiederholte sich, ein Echo, das sie nicht stoppen konnte.

Wer zum Teufel bin ich?

Die U-Bahn bremste. Die Lichter flackerten. Die Tür öffnete sich — und eine Frau stand da, die Lena nicht kannte. Sie trug einen Mantel, der zu weit war, als wäre er nicht für sie gemacht. Ihre Augen — sie hatte keine Augen.

Lena wollte schreien, doch ihr Mund gehorchte nicht mehr. Die Frau trat näher, ihre Schritte lautlos, als würde sie nicht auf dem Boden, sondern in der Luft laufen.

„Du hast es schon mal gesehen“, sagte die Frau. „Jedes Mal.“

Lena wollte zurückweichen, doch die Wand hielt sie. „Was…“

„Die Klinik ist kein Ort. Sie ist eine Membran.“ Die Frau trat näher, ihre Schritte lautlos. „Und du stehst schon drin.“

Lena spürte es — das Ziehen an ihrer Zunge, das Kribbeln hinter den Augen. Die Wörter, die ihr entglitten, bevor sie sie denken konnte.

„Du bist Dr. L.“, sagte die Frau. „Du warst immer Dr. L.“

Lena wollte schreien, doch ihr Mund gehorchte nicht mehr. Sie sah die Spritze in der Hand der Frau, sah das Labor hinter ihr, sah die leeren Gesichter an den Wänden.

Das ist der Moment, in dem ich aufhörte, ich zu sein.

Und diesmal — diesmal würde sie nicht fliehen.

Sie würde kämpfen.

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