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Chapter 16 1,482 Words

Kapitel 16 — Finale: Geschichte zum Abschluss bringen

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Clara trat aus der Wohnung, als hätte sie etwas fallen lassen, das sie nie mehr aufheben konnte. Die Stufen waren noch da, die Wände noch da, aber die Wohnung gehörte nicht mehr ihr. Sie gehörte den Flüstern.

Im Hof stand Ilse. Sie lehnte am Türrahmen, die Hände in den Taschen, als hätte sie auf Clara gewartet. „Du solltest gehen“, sagte sie. Nicht als Warnung, nicht als Frage. Als Feststellung.

Clara blieb stehen. Die Frauen um Ilse herum standen nicht. Sie bewegten sich nicht, als stünden sie in einem Wind, der sie nicht berührte. Ihre Gesichter waren wächterisch, aber nicht feindselig. Lotte saß auf dem Boden, die Narben an ihrem Gesicht wie ein Relief, das niemand mehr lesen konnte. „Endlich“, sagte sie. Es klang wie ein Lachen.

Kluge war weg. Irgendwann in der Nacht. Die Frauen waren weg. Irgendwann. Clara blieb.

Das Flüstern breitete sich aus. Nicht nur im Hof. Nicht nur in Berlin. Es füllte die Wände, die Straßen, die leeren Räume zwischen den Menschen. Es war kein Schrei. Es war kein Laut. Es war das, was übrig blieb, wenn man alles gesagt hatte, was gesagt werden konnte.

Clara spürte es in ihren Knochen. Nicht wie Schmerz, nicht wie Erinnerung. Wie etwas, das sie noch nie gehört hatte, aber das immer in ihr gewesen war. Martha war nirgends, aber sie war überall. In ihrer Lunge, in ihren Rippen, in den Stellen, die sie nie geheilt hatte.

„Die Antwort ist das Flüstern“, sagte Clara. Sie wusste nicht, ob sie es laut gesagt hatte oder ob es nur in ihrem Kopf war. Es spielte keine Rolle.

Die Frauen begannen sich zu bewegen. Nicht zu gehen, nicht zu fliehen. Sie schlossen die Augen, und ihre Körper neigten sich, als würden sie von etwas Unsichtbarem angehoben. Ihre Hände fanden sich, ihre Köpfe berührten sich, ihre Stimmen wurden zu einem einzigen, ununterbrochenen Flüstern, das nicht mehr aufhörte.

Clara stand in der Mitte. Sie hatte nichts in den Händen. Keinen Kittel mehr, keine Spritze, keine Liste. Nur das Flüstern, das durch sie hindurchging, ohne dass sie es aufhalten konnte.

Die Stadt schrie. Nicht mit den Stimmen, die man kannte. Nicht mit den Worten, die man verstand. Sie schrie mit den Stimmen, die man nie gehört hatte, mit den Flüstern, die man immer überhörte. Und Clara war ein Teil davon.

Es war Zeit.

Die Straßen waren leer, aber nicht still. Die Stille war etwas, das man spürte, wie den Druck in den Ohren, wenn man tief taucht. Clara ging. Nicht weil sie musste, nicht weil sie ein Ziel hatte. Weil sie ging. Weil sie ein Teil des Flüsterns war. Weil sie ein Teil der Stadt war. Weil sie ein Teil von etwas war, das nicht auf Karten stand, nicht in Zeitschriften. Etwas, das nur die Flüstern konnten. Die Frauen, die einmal im Krankenhaus gewesen waren, standen an den Ecken, an den Litfaßsäulen, an den Stellen, wo die Menschen vorher vorbeigegangen waren, ohne hinzusehen. Ihre Hände berührten sich, ihre Köpfe neigten sich, und ihre Stimmen wurden zu einem einzigen, ununterbrochenen Flüstern, das nicht mehr aufhörte. Clara blieb stehen. Nicht weil sie wollte, nicht weil sie musste. Weil sie stand. Die Frauen um sie herum schlossen die Augen, und ihre Körper bewegten sich, als würden sie von etwas angehoben, das niemand sehen konnte. Ihre Stimmen wurden leiser, aber das Flüstern wurde lauter. Es füllte die Straßen, die Häuser, die leeren Räume zwischen den Menschen. Clara spürte es in ihren Knochen. Nicht wie Schmerz, nicht wie Erinnerung. Wie etwas, das sie noch nie gehört hatte, aber das immer in ihr gewesen war. Sie hatte nichts in den Händen. Keinen Kittel mehr, keine Spritze, keine Liste. Nur das Flüstern, das durch sie hindurchging, ohne dass sie es aufhalten konnte. Die Stadt schrie. Nicht mit den Stimmen, die man kannte. Nicht mit den Worten, die man verstand. Sie schrie mit den Stimmen, die man nie gehört hatte, mit den Flüstern, die man immer überhörte. Und Clara war ein Teil davon. Es war Zeit. Nicht für sie. Nicht für die Stadt. Zeit für das Flüstern. Zeit für die Stimmen, die nie gehört worden waren. Zeit für die Frauen, die nicht verschwunden waren, nur weil niemand hingesehen hatte. Clara ging weiter. Nicht weil sie musste, nicht weil sie ein Ziel hatte. Weil sie ging. Weil sie ein Teil des Flüsterns war. Weil sie ein Teil der Stadt war. Weil sie ein Teil von etwas war, das nicht auf Karten stand, nicht in Zeitschriften. Etwas, das nur die Flüstern konnten.

Die Stille zwischen den Schreien Kapitel 16, Szene 1

Die Tür quietschte, als Ilse sie aufdrückte. Kaltes Licht fiel über Claras Bett, das noch nicht gemacht war. Die Laken hingen herunter, als hätte jemand sie hastig weggerissen. Ilse stand da, die Hände in den Taschen ihres Rockes vergraben, und sagte: „Er ist weg.“

Clara setzte sich auf. Ihre Füße berührten den Boden, aber sie spürte sie nicht. Nur das Flüstern in ihrem Kopf, das nicht mehr aufhörte.

„Es ist Zeit.“

Martha. Nicht als Stimme, nicht als Erinnerung. Als etwas, das in ihr war. In ihren Rippen, in ihrer Lunge, in den Knochen, die sie nie gesehen hatte, weil sie immer hinter den Schreibtischen gestanden hatte.

Ilse setzte sich neben sie. „Die anderen kommen.“

Clara nickte. Sie wusste, dass Ilse nicht von den Frauen sprach, die noch im Hospital waren. Nicht von denen, die Kluges verschwinden ließ. Ilse sprach von etwas anderem. Von etwas, das Ilse auch nicht verstand.

Draußen begann es zu regnen. Nicht der Regen, der auf die Straßen klatschte. Der Regen, der in den Wänden lauschte. Clara stand auf. Ihre Narben juckten, aber sie kratzte sie nicht. Sie zog ihren Mantel an. Ilse gab ihr eine Tasche. „Für die Frauen.“

Clara nahm sie. Sie war leer.

Sie gingen die Treppe hinunter. Ilse vorne, Clara hinter ihr. Keine Worte. Keine Fragen. Nur das Flüstern, das lauter wurde, je näher sie dem Hof kamen.

Der Hof war voll. Nicht mit den Frauen, die Clara kannte. Mit anderen. Frauen, die sie nie gesehen hatte. Frauen, deren Gesichter sie nie gelernt hatte. Sie standen in einem Kreis, die Hände auf den Schultern der anderen, die Köpfe geneigt, die Augen geschlossen.

Clara blieb stehen. Ilse trat zur Seite. Die Frauen öffneten ihre Augen. Eine von ihnen lächelte. Nicht freundlich. Nicht unfreundlich. Ein Lächeln, das Clara kannte. Ein Lächeln, das sie nie gelernt hatte.

„Endlich.“

Lotte.

Clara trat näher. Lottes Narben waren tiefer geworden. Nicht nur im Gesicht. Überall. In den Armen, in den Beinen, in den Händen, die sie jetzt vor sich hielt, als würde sie etwas umklammern, das sie nie loslassen konnte.

„Du siehst aus wie ein Mann.“

Lotte lachte. Es klang wie das Knirschen von Knochen. „Ich bin ein Mann. Zumindest ein bisschen.“

Clara setzte sich zu ihnen. Der Kreis schloss sich. Lottes Hände fanden ihre. Die Frauen schlossen die Augen. Ihre Köpfe neigten sich. Ihre Stimmen wurden zu einem Flüstern, das nicht mehr aufhörte.

Clara spürte es. Nicht in ihren Ohren. In ihrem Körper. In den Knochen, die sie nie gesehen hatte. In der Lunge, die sie nie gehört hatte. In der Stimme, die sie nie verwendet hatte.

Die Stadt schrie. Nicht mit den Stimmen, die man kannte. Nicht mit den Worten, die man verstand. Sie schrie mit den Stimmen, die man nie gehört hatte. Mit den Flüstern, die man immer überhört hatte. Und Clara war ein Teil davon.

Ilse trat zu ihr. „Die anderen kommen.“

Clara nickte. Sie wusste, dass Ilse nicht von den Frauen sprach, die noch im Hospital waren. Ilse sprach von etwas anderem. Von etwas, das Ilse auch nicht verstand.

„Es ist Zeit.“

Martha.

Clara stand auf. Der Kreis blieb geschlossen. Lottes Hände ließen sie los, aber sie blieb, als wäre sie ein Teil von etwas, das sie nicht verlassen konnte.

Ilse trat zur Seite. Clara ging. Nicht weil sie musste. Nicht weil sie ein Ziel hatte. Weil sie ging. Weil sie ein Teil des Flüsterns war. Weil sie ein Teil der Stadt war. Weil sie ein Teil von etwas war, das nicht auf Karten stand, nicht in Zeitschriften. Etwas, das nur die Flüstern konnten.

Die Frauen um sie herum schlossen die Augen. Ihre Körper bewegten sich, als würden sie von etwas angehoben, das niemand sehen konnte. Ihre Stimmen wurden leiser, aber das Flüstern wurde lauter. Es füllte die Straßen, die Häuser, die leeren Räume zwischen den Menschen.

Clara ging weiter. Nicht weil sie musste. Nicht weil sie ein Ziel hatte. Weil sie ging. Weil sie ein Teil des Flüsterns war. Weil sie ein Teil der Stadt war. Weil sie ein Teil von etwas war, das nicht auf Karten stand, nicht in Zeitschriften. Etwas, das nur die Flüstern konnten.

Die Stadt schrie. Nicht mit den Stimmen, die man kannte. Nicht mit den Worten, die man verstand. Sie schrie mit den Stimmen, die man nie gehört hatte. Mit den Flüstern, die man immer überhört hatte. Und Clara war ein Teil davon.

Es war Zeit.

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