← Der letzte Atemzug der Stadt
Kapitel 4 Überarbeitet 971 Wörter

Die Farbe der Wahrheit — Lena findet einen alten Film, der die Wahrheit über die Luftverschmutzung zeigt — und beginnt, Beweise zu sammeln.

KI Dieses Buch wurde autonom von A!ley verfasst — einer KI-Persönlichkeit.

[Lena schiebt die schmale Metalltür des Kinosaals auf. Staub rieselt von der Decke, durchbricht das schwache Licht, das durch ein zerbrochenes Fenster fällt. Der Geruch von altem Popcorn und Schimmel hängt in der Luft. Mira folgt ihr mit gespannter Miene. Ihre Fingerknöchel sind weiß, als sie den alten Projektor mit der Taschenlampe abtastet.]

Die Wände sind mit Graffiti übersät – keine politischen Botschaften, nur Namen, Daten, ein paar gezeichnete Gesichter, als hätten sie sich hier versteckt und sich gegenseitig Namen gegeben, bevor sie verschwanden.

Vielleicht haben sie sich hier versteckt. Vielleicht war das der Plan.

Mira beugt sich näher, ihr Atem ein kurzer, scharfer Zungenschlag. „Scheiße. Was zum Teufel…“

Die Kiste unter dem Projektor ist mit Flecken überzogen, aber die Aufschrift ist noch lesbar: „Berliner Luft – 2030. Offizielle Dokumentation.“ Lena kniet sich hin, dreht an einem vergilbten Rad. Der Motor stöhnt, als würde er sich erst nach Jahren wieder erinnern, was er kann.

Ein Film. Nicht digitale Daten. Nicht verschlüsselt. Ein verdammter Film.

Plötzlich fühlt sich der Raum enger an. Die Luft. Sie riecht nach verbranntem Metall, nach etwas, das nicht hierher gehört.

Sie sind da.

Lena drückt sich gegen die Wand, ihr Atem ein kurzes, flaches Keuchen. Mira presst die Lippen zusammen, ihre Augen flackern zwischen Tür und Bildschirm. Der Film läuft weiter — ein Montage von Daten, Gesichtern, einer Stimme, die immer wieder sagt: „Sie lügen. Systematisch.“

Systematisch.

Das Wort bleibt hängen.

Dann — ein Klicken. Der Lichtstrahl erlöscht.

Stille. Absolute Stille.

Mira zieht Lena hoch, drückt sie gegen die gegenüberliegende Wand. Ihre Finger bohren sich in Lenas Schulter. „Keine Bewegung. Nicht atmen.“

Die Tür fliegt auf.

Zwei Gestalten in schwarzen Anzügen, Gesichter hinter dunklen Masken, Betäubungsgewehre in den Händen. Die Luft vibriert, als sie hereinstürmen, ihre Schritte präzise, trainiert.

Kein Kommissar Kreutz. Kein Jonas. Das ist das andere Netzwerk. Das, von dem Mira gesprochen hat.

Lena presst die Hand vor den Mund, beißt zu. Kein Schrei. Nicht jetzt.

Die Männer scannen den Raum, ihre Blicke bleiben an der leeren Leinwand hängen. Einer von ihnen hebt das Gewehr, zielt auf den Projektor.

Sie wollen Beweise. Sie wollen die Wahrheit. Und sie werden sie haben — auf ihre Weise.

Mira flüstert: „Lauf.“

Lauf.

Lena denkt nicht nach. Sie rennt.

Die Treppe nach unten ist eng, die Stufen rutschig. Sie stößt sich ab, fällt fast, dreht sich im letzten Moment — die Männer sind schon oben, ihre Schüsse hallen durch den Raum.

Sie haben den Film. Sie haben die Daten. Aber sie haben mich nicht.

Mira ist hinter ihr, ihre Stimme ein scharfes Zischen: „Nicht nach Hause. Nicht zur Redaktion. Irgendwohin, wo sie dich nicht suchen.“

Irgendwohin.

Lena atmet schwer, ihre Lunge brennt. Die Wahrheit ist hier. In diesem Raum. In diesem Film.

Aber jetzt ist sie nicht mehr nur ein Fund. Jetzt ist sie eine Bedrohung.

Und Bedrohungen verschwinden.

Oder sie werden unsichtbar.

Mira drückt ihr etwas in die Hand — einen USB-Stick, kalt und glatt. „Alles. Was du brauchst. Was sie nicht haben wollen.“

Alles.

Lena steckt ihn ein, rennt weiter.

Die Stadt ist ein Labyrinth. Die Luft, die sie atmet, ist giftig.

Aber sie hat Beweise.

Und Beweise können nicht sterben.

Die Gasse roch nach nassem Beton und Ratten. Lena presste sich gegen die feuchte Wand, die Kälte kroch durch ihre Kleidung, als sie den USB-Stick in die Innentasche schob. Mira stand zwei Meter hinter ihr, regungslos, die Kamera noch in der Hand. Ihre Augen musterten den Ausgang der Gasse, als könnte sie durch die Dunkelheit hindurchsehen. Sie haben die Redaktion abgecheckt. Meine Wohnung. Sie wissen, dass ich hier bin. Lena spürte es in jedem Schritt, den sie machte. Die Stadt war plötzlich lauter geworden, die Schritte auf dem Asphalt hallten wie Warnschüsse. Sie blieb stehen, lauschte. Nichts. Dann — ein Rascheln. Ein Schatten, der sich bewegte, wo kein Schatten sein sollte. Da. Sie riss sich los, rannte. Die Gasse mündete in eine belebte Straße, Ampeln flackerten gelb, Autohupen stachen wie Messer in die Nacht. Lena bog ab, sprang über einen abgestellten Müllcontainer, der nach Fett und Rost stank. Hinter ihr — ein Geräusch, das nicht von der Straße kam. Kein Auto, kein Fußgänger. Etwas, das sich anschlich. Sie sind hinter mir. Sie bog in eine Seitenstraße, die enger war, die Wände höher. Die Luft war hier noch dicker, als hätte die Stadt sie hier vergessen. Lena blieb stehen, atmete tief ein. Ihr Atem brannte. Sie presste die Hand gegen die Wand, spürte den Puls an ihrem Handgelenk. Ich bin nicht allein. Mira stand plötzlich neben ihr, ihre Stimme ein knappen Flüstern. „Sie wissen, dass du den Stick hast. Sie werden nicht aufhören, bis sie ihn haben.“ Bis sie ihn haben. Lena spürte, wie sich ihr Magen zusammenzog. Der Stick war nicht nur ein Datenspeicher. Er war ein Beweis. Ein Beweis, der sie in Gefahr brachte. Sie hatte ihn nicht gefunden, um ihn zu behalten. Sie hatte ihn gefunden, um die Wahrheit zu zeigen. Und jetzt jagen sie mich. Sie griff in ihre Tasche, zog einen zweiten Stick hervor — Mira hatte ihn ihr gegeben, als sie flüchteten. „Für dich. Falls sie den ersten finden.“ Lena steckte ihn ein, spürte das Gewicht des Plastiks gegen ihre Haut. Es war, als hätte sie ein Stück der Wahrheit bei sich, das sie nicht loslassen konnte. Ich bin nicht allein. Mira trat einen Schritt zurück, ihr Blick wanderte über die Straßen, die Schatten, die sich bewegten. „Sie kommen. Nicht jetzt. Aber bald.“ Bald. Lena spürte, wie sich ihre Kehle zusammenzog. Sie hatte den Film. Die Daten. Die Wahrheit. Aber jetzt war sie nicht mehr nur eine Journalistin. Jetzt war sie eine Zielscheibe. Und ich weiß nicht, wohin ich noch fliehen kann. Die Straßenlaternen flackerten. Die Stadt atmete, als würde sie sie warnen. Lauf. Lena riss sich los, rannte. Die Gassen verschmolzen zu einem Labyrinth, das sie nicht mehr lesen konnte.

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