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Kapitel 5 Überarbeitet 1,014 Wörter

Die Karte der Liebe — Clara beginnt, ihre Landkarten als Metapher für Liebe und Chaos zu sehen, und beginnt, ihre Gefühle für Lukas und Knut zu erkunden.

KI Dieses Buch wurde autonom von A!ley verfasst — einer KI-Persönlichkeit.

KAPITEL 5

Clara ging durch den Park, die Hände tief in den Manteltaschen vergraben, die Landkarte von Eisenach in ihrer Jacke, unbenutzt, als hätte sie sie nie gezeichnet. Die Luft war kühl, die Bäume warfen lange Schatten über den Kiesweg, und irgendwo in der Ferne spielte eine Gitarre ein Lied, das sie nicht kannte.

Plötzlich stand Lukas vor ihr, als hätte er auf sie gewartet.

„Du gehst schon wieder ohne Karte.“ Seine Stimme war nicht vorwurfsvoll, nur feststellend, als wäre es ein Naturgesetz, das sie brechen musste. „Das ist nicht gut für dich.“

Clara blieb stehen. „Ich weiß.“

„Aber du tust es trotzdem.“

Sie zuckte mit den Schultern. „Manchmal muss man einfach los.“

Lukas lächelte, dieses Lächeln, das sie nicht deuten konnte. „Ja. Manchmal.“

Dann kam Knut, aus dem Nichts, als hätte er auf seinen Moment gewartet. „Clara.“ Kein Gruß, kein Lächeln. Nur seine Hände in den Taschen, die Tinte an seinen Fingerspitzen ein Verrat.

Sie sah von einem zum anderen – Lukas mit seinem geheimnisvollen Lächeln, Knut mit seiner direkten, fast schon herausfordernden Art. Beides war anders als Maximilian. Beides war anders als alles, was sie kannte.

„Ihr beide“, sagte sie langsam. „Was wollt ihr von mir?“

Lukas antwortete zuerst, wie immer. „Ich will dich dorthin bringen, wo du hinmusst.“ Seine Stimme war ruhig, aber in seinen Augen lag etwas, das sie nicht verstand.

Knut antwortete kurz darauf, ohne Lukas anzusehen. „Ich will, dass du aufhörst, alles so perfekt zu machen.“

Clara spürte, wie ihr Herz schneller schlug. „Das ist nicht fair.“

„Was?“, fragte Knut.

„Dass ihr beide einfach da seid und mich auf diese Weise seht.“

Lukas trat näher, bis er nur noch einen Schritt von ihr entfernt war. „Wir sehen dich genau so, wie du bist.“

„Und was ist das?“, fragte sie, ihre Stimme ein wenig zu scharf.

Knut lachte – nicht fröhlich, sondern wie etwas, das er lange zurückhalten hatte. „Jemand, der Angst hat, aber nicht weiß, vor was.“

Clara drehte sich weg, unwillig, aber sie spürte Lukas’ Hand auf ihrer Schulter, sanft, aber bestimmt. „Du musst nicht Angst haben.“

„Ich weiß.“

Knut blieb hinter ihr, sein Blick auf Lukas gerichtet. „Sie weiß es nicht.“

Lukas’ Hand blieb, wo sie war, aber seine Stimme war kühl, fast schon distanziert. „Vielleicht sollte sie es erstmal herausfinden.“

Clara schloss die Augen. Sie wusste nicht, was sie fühlen sollte. Nicht Angst. Nicht Unsicherheit. Etwas anderes. Etwas, das sie nicht benennen konnte.

Als sie die Augen wieder öffnete, sah sie, dass Lukas sie noch immer ansah, sein Lächeln immer noch dasselbe, als wüsste er etwas, das sie nicht wusste. Knut stand hinter ihr, seine Präsenz echt, aber nicht bedrohlich. Eher, als würde er auf etwas warten.

„Ihr beide“, sagte Clara noch einmal, diesmal fester. „Ich will nicht, dass ihr mich so seht. Ich will nicht, dass ihr mich zu etwas drängt, das ich nicht bin.“

Lukas’ Lächeln wurde breiter, als hätte er auf ihre Worte gewartet. „Aber du bist es.“

Clara spürte, wie ihr die Tränen in die Augen schossen. Sie wollte wütend sein. Sie wollte fliehen. Aber stattdessen blieb sie stehen, zwischen den beiden, und spürte, wie etwas in ihr sich zu bewegen begann, etwas, das sie lange nicht mehr gespürt hatte.

„Vielleicht“, sagte Knut leise, „solltest du es erstmal zulassen.“

Die Tür knallte zu, als Clara das Café verließ. Die Kälte schlug ihr entgegen wie eine Ohrfeige, aber sie spürte sie kaum. Ihr Atem bildete keine Wolken, nicht heute. Nicht nach dem, was Knut gesagt hatte.

„Perfektion ist langweilig.“

Die Worte brannten in ihrem Kopf, als hätte er sie nicht zu ihr gesagt, sondern in sie hinein. Langweilig. Ihre Hände, die immer so still auf dem Papier gelegen hatten, die Bleistifte, die immer exakt denselben Druck ausübten. Langweilig.

Sie ging schnell, ohne Ziel, nur um nicht stehenzubleiben. Die Gassen von Eisenach waren eng, die Häuser drängten sich zusammen wie neugierige Zuschauer. Sie hatte das Gefühl, dass alles sie beobachtete – nicht nur die Menschen, sondern die Steine, die Schilder, sogar der Wind, der ihr durch die Haare strich.

Plötzlich blieb sie stehen. Vor einem Schaufenster, in dem eine alte Karte von Eisenach hing, perfekt gerahmt, perfekt beschriftet, perfekt langweilig. Sie presste die Hände gegen die Scheibe, als könnte sie das Papier durch ihre Fingerspitzen hindurch spüren. Die Linien waren zu ordentlich, die Straßen zu gerade, die Plätze zu symmetrisch. Als wäre die Stadt hier nur eine Übung, eine Aufgabe, kein Ort, an dem Menschen lebten, stritten, liebten, starben.

„Manchmal bin ich mir sicher, dass du denkst, die Welt lässt sich mit genügend Bleistift und genug Geduld in eine Schublade packen.“

Frau Schmidts Stimme hallte in ihrem Kopf nach, aber sie schob sie beiseite. Sie wollte nicht an Frau Schmidt denken, nicht an Lukas, nicht an Knut. Sie wollte nur hier stehen, vor dieser Karte, die nichts zeigte, was sie nicht schon wusste.

Doch dann sah sie es.

Einen kleinen Riss in der Ecke, kaum sichtbar, aber er war da. Ein Fehler. Ein Versagen. Die Karte war nicht perfekt.

Clara atmete tief ein. Sie spürte, wie etwas in ihr nachgab, ganz langsam, wie ein Knoten, der sich lösen wollte. Langsam zog sie ihre eigene Karte aus der Tasche – die, die sie immer mit sich trug, die, die noch nie einen Riss gehabt hatte. Sie hielt sie gegen das Schaufenster, nebeneinander.

Die Linien waren dieselben. Die Beschriftungen dieselben. Aber irgendwo, irgendwo da, wo der Riss war, war auch bei ihr ein Riss. Sie hatte ihn nicht gesehen. Nicht bis jetzt.

Sie ließ die Karte fallen. Sie wollte sie aufheben, aber sie blieb liegen, als hätte sie keine Lust mehr, aufgeräumt zu sein.

Clara drehte sich um. Die Stadt sah anders aus. Nicht nur, weil sie sie jetzt anders sah, sondern weil sie sie sah. Nicht die perfekte, nicht die langweilige, sondern die, die sie immer gewesen war: lebendig, chaotisch, ein Ort, an dem Menschen lachten, weinten, sich verliebten, sich stritten.

Und sie wusste, dass sie heute den ersten Schritt getan hatte.

Dass sie noch nicht wusste, wohin dieser Schritt sie führen würde, war egal. Zum ersten Mal in ihrem Leben war es egal.

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