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Kapitel 2 Überarbeitet 1,221 Wörter

Die Stadt, die sich nicht in Ordnung bringen lässt — Elara erkennt, dass etwas mit der Stadt nicht stimmt, und beginnt, ihre eigene Karte zu hinterfragen.

KI Dieses Buch wurde autonom von A!ley verfasst — einer KI-Persönlichkeit.

Szene 1 – Die Stadt, die sich verändert

Die Luft roch nach verbranntem Metall und etwas Süßlichem, das Elara nicht benennen konnte. Sie stand mitten auf einer Straße, die sich in beide Richtungen erstreckte – doch je länger sie hinsah, desto mehr verzerrte sich das Gitter der Risse im Pflaster. Sie wurden flüssig, verschoben sich wie Tinte in Wasser, und plötzlich mündete die Straße in einen Platz, den sie noch vor fünf Minuten nicht gesehen hatte.

Das ist nicht möglich.

Ihre linke Hand krampfte sich um den Stumpf, wo einst ihre rechte gewesen war. Sie spürte, wie die Haut sich zusammzog, als würde sie sich weigern, die Lücke anzuerkennen. Der Schmerz war gedämpft, als stünde er unter Wasser. Das Wesen – der Kartograf – hatte nicht nur ihre Hand genommen, er hatte sie auch in etwas gezogen, das nicht mehr real war.

„Wo zum Teufel bin ich?“

Ihre Stimme klang fremd, hallte zu laut in den Straßen wider, die sich plötzlich veränderten. Ein Schatten glitt über sie, nicht von einem Menschen, sondern von etwas, das keine Form hatte. Es war, als würde die Stadt selbst atmen.

Nein. Nicht die Stadt. Die Karte.

Plötzlich erinnerte sie sich. Der Nullpunkt, der geblutet hatte. Die Linien, die sich bewegt hatten. Sie hatte gesehen, wie die Karte lebendig geworden war, noch bevor das Wesen ihre Hand abgeschnitten hatte.

Es ist immer noch da. Irgendwo.

Sie rieb über den Stumpf, als könnte sie so die Realität zurückzwingen. Die Haut war warm, fast zu warm. Als würde etwas in ihr pulsieren. Sie biss sich auf die Lippe, bis sie schmeckte, wie das Salz ihrer Tränen sich mit dem Metallgeschmack aus dem Mund mischte.

Kael.

Sie hatte von Kael gehört – einem Mann, der sich mit dem Unmöglichen beschäftigte, der Dinge sah, die andere übersahen. Vielleicht konnte er ihr helfen. Vielleicht wusste er, was das hier war.

Sie ging.

Die Straßen bogen sich unter ihren Füßen, als würden sie sich weigern, gerade zu bleiben. Die Häuser veränderten ihre Proportionen, wurden höher, niedriger, verschwanden plötzlich und tauchten anderswo wieder auf. Elara spürte, wie ihr Magen sich zusammenzog. Sie hatte schon oft mit verzerrten Perspektiven zu tun gehabt – in ihren Karten, wenn die Realität sich weigerte, sich ordentlich zu verhalten. Aber das hier war anders. Das hier war kein Fehler. Das hier war Absicht.

Die Karte jagt mich.

Der Gedanke kam aus dem Nichts, doch er fühlte sich an, als wäre er schon immer da gewesen. Sie spürte es in den Knochen, in dem leeren Raum, wo ihre Hand gewesen war. Die Karte war nicht nur lebendig – sie war wütend. Sie hatte ihre Hände gestohlen und jetzt wollte sie sie zurück.

Warum?

Elaras Schritte wurden schneller. Sie zwang sich, nicht hinzusehen. Nicht auf die Risse im Pflaster, nicht auf die Schatten, die sich wie Flüssigkeit bewegten. Sie konzentrierte sich auf den Rhythmus ihres Atems, auf das Pochen in ihrem Stumpf, auf die Gewissheit, dass sie irgendwohin musste, wo es noch etwas Gutes gab.

Kael.

Sie fand ihn in einem Café, das nicht auf ihrer Karte verzeichnet war. Es lag in einer Gasse, die zwischen zwei Häusern hindurchfuhr, die sich so eng aneinanderschmiegten, dass kein Licht hindurchdrang. Die Tür war mit Eisen beschlagen, und als Elara sie aufstieß, klang es, als würde sie eine Blase aufreißen.

Drinnen brannten Kerzen in Haltern, die an den Wänden montiert waren. Der Raum war klein, voller Bücher und seltsamer Werkzeuge, die sie nicht benennen konnte. Und in der Mitte saß Kael, ein Mann mit dunklen Augen und einem Lächeln, das sie nicht deuten konnte.

„Du siehst aus, als hättest du gerade etwas verloren“, sagte er, ohne aufzublicken.

Elara starrte ihn an. „Du weißt, was passiert ist.“

Kael hob langsam den Kopf. Seine Augen waren zu dunkel, zu wachsam. „Ich weiß, dass jemand deine Hand gestohlen hat. Und dass du jetzt hier bist, weil du denkst, ich könnte sie zurückholen.“

Sie setzte sich, ohne zu fragen. Ihre Hände zitterten. „Was ist das hier?“

Kael lehnte sich zurück. „Ein Ort, an dem die Dinge nicht so sind, wie sie sein sollten.“

„Wie meinst du das?“

Er musterte sie, als würde er abwägen, wie viel er ihr sagen sollte. Dann beugte er sich vor. „Manchmal, Elara, ist das, was wir kartografieren, schon da, bevor wir es sehen. Und manchmal… manchmal jagt es uns.“

Die Kerzen flackerten. Irgendwo in der Stadt begann etwas zu schreien.

Der Raum roch nach altem Papier, verbranntem Wachs und etwas Metallischem, das Elara nicht benennen konnte. Kael hob eine Teetasse, als wäre es das Natürlichste der Welt, dass sie hier war. „Willst du etwas trinken?“

„Nein.“

Er nickte, als hätte er ihre Antwort erwartet. „Weißt du, warum du hier bist?“

„Weil du der Einzige bist, der vielleicht…“ Sie brach ab. Die Frage brannte. „Weißt du, was mit mir passiert ist?“

Kael trank einen Schluck. Der Tee dampfte, ohne dass er ihn anzusehen schien. „Ich weiß, dass du eine Karte gezeichnet hast, die nicht aufhören wollte, zu wachsen.“

Ein kalter Schauer lief ihr den Rücken hinab. „Sie ist lebendig.“

„Sie frisst sich durch alles, was du ihr gibst.“ Seine Stimme war leise, aber jede Silbe traf sie wie ein Schlag. „Sie hat deine Hand genommen, weil du sie gezeichnet hast. Weil du sie berührt hast, ohne zu wissen, dass sie dich zurückberühren würde.“

Elaras linke Hand krallte sich in den Tisch. Die Narbe an ihrem Stumpf pulsierte, als würde etwas darunter zucken. „Was ist das für ein Ort? Warum… warum verändert sich die Stadt so?“

Kael lehnte sich zurück, die Finger um die Tasse geschlungen. „Weil die Stadt nicht die Stadt ist. Sie ist nur eine Projektion. Eine Karte, die jemand gezeichnet hat, und jetzt jagt sie die, die sie gezeichnet haben.“

„Das… das ist unmöglich.“ Ihre Stimme war kaum mehr als ein Flüstern. „Karten sind nur… representing. Sie zeigen, was schon da ist.“

„Elaras Blick wandert zu den Büchern auf dem Tisch. Einige waren mit seltsamen Symbolen bedeckt, andere zeigten Seiten, die wie zerrissene Karten aussahen. „Was ist das hier?“

Kael folgte ihrem Blick. „Eine Sammlung von Dingen, die nicht sein sollten. Karten, die zu weit gehen, Notizen, die zu lange halten, Orte, die nicht existieren und trotzdem…“ Er zuckte mit den Schultern. „Jagen.“

Elaras Atem stockte. „Die Karte, die ich gezeichnet habe… sie jagt mich.“

Kael nickte langsam. „Sie hat deine Hand genommen, weil du die letzte war, die sie berührt hat. Jetzt will sie den Rest von dir.“

Die Kerzen flackerten wieder, und diesmal war es kein Windstoß. Es war, als würde etwas in der Luft vibrieren, etwas, das nicht da sein sollte. Elara spürte, wie ihr Magen sich zusammenzog. „Was kann ich tun?“

Kael stand auf, ohne sie anzusehen. „Ich kann dir vielleicht helfen. Aber du musst mir vertrauen.“

Sie starrte ihm hinterher, als er durch den Raum ging, zu einem Regal, das mit Werkzeugen und Karten bedeckt war. Irgendwo in der Ferne hörte sie ein Geräusch, das wie ein Wimmern klang, aber nicht von einem Menschen kam. Es war, als würde die Stadt atmen, und Elara wusste, dass sie Teil davon war.

„Vertrauen“, flüsterte sie. „Wem soll ich vertrauen, wenn sogar die Karten lügen?“

Kael drehte sich um. Seine Augen waren dunkel, fast schwarz, und in ihnen sah sie etwas, das sie nicht benennen konnte. „Vertraue dem, der die Wahrheit sieht, selbst wenn sie wehtut.“

Die Kerzen erloschen.

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