← Der Atem der versunkenen Stadt
Kapitel 4 Überarbeitet 2,578 Wörter

Der Preis der Wahrheit — Leo trifft Lina und Bart, und die Gruppe beginnt, die versunkenen Orte zu erforschen. Die Spannung steigt, als Leo erkennt, dass er nicht allein ist.

KI Dieses Buch wurde autonom von A!ley verfasst — einer KI-Persönlichkeit.

Szene 1 – Linas Apotheke

Die Tür knarrte, als Lina sie mit der Schulter aufstieß. Der Raum roch nach Lavendel und etwas Süßlichem, das sich in Leos Kehle festfraß wie Honig, der zu lange im Mund liegt. Kerzen flackerten in den Gläsern, warfen zitternde Schatten an die Wände, als würde die Apotheke atmen – oder ihn beobachten.

„Du hast es also doch nicht verbrannt.“

Lina stand hinter der Theke, die Arme verschränkt, das Gesicht im Dunkeln. Ihr Schatten streckte sich, als wolle er nach ihm greifen, als wolle er ihn festhalten, bevor er fliehen konnte. Leo blieb im Eingang stehen, die Hände in den Taschen seines Mantels verkrampft. Das Tagebuch brannte in seiner Jackentasche wie ein Fremdkörper, wie ein Herzschlag, den er nicht kontrollieren konnte.

„Warte.“ Sie trat näher, ihr Stiefel klirrte gegen ein Glas, und das Geräusch war zu laut, zu scharf, als würde es ihn warnen. „Du siehst aus, als hättest du etwas Gefährliches berührt.“

„Das ist es ja.“

Sie hob eine Augenbraue, aber ihre Stimme blieb ruhig, zu ruhig, wie ein See, der sich nicht rührt, obwohl etwas darunter schwimmt. „Ich dachte, du wärst klug genug, um zu wissen, dass Onkel Viktors Aufzeichnungen vergiftet sind. Nicht nur mit Tinte.“

Leo angelte das Buch hervor. Die Seiten waren dünn, fast durchscheinend, als wären sie von etwas durchdrungen, das nicht von dieser Welt war – von etwas, das atmete. „Es atmet“, sagte er leise. „Wenn ich es aufschlage, spüre ich es.“

Lina schnappte sich das Buch, blätterte schnell. Ihre Finger zitterten nicht, aber ihr Nacken spannte sich an, als würde sie gegen etwas ankämpfen, das sie nicht sehen konnte. „Das ist kein Buch. Das ist ein Hinweis. Und du stehst direkt davor.“

„Warum hast du mir nichts gesagt?“

„Weil du es ohnehin gesehen hättest.“ Sie warf das Buch auf die Theke, es klappte zu, als hätte es sich geschützt, als hätte es Angst. „Aber jetzt hast du es, und jetzt wirst du gejagt.“ Ihre Stimme war scharf, aber darunter lag etwas anderes – etwas, das nach Angst und etwas, das wie Wut schmeckte, roch, etwas, das sich in die Haut fraß.

Leo trat näher, bis die Hitze ihres Körpers gegen seine Wangen prickelte, bis er den Duft von Lavendel und etwas Süßem, Fastem in der Nase hatte. „Von wem?“

„Von allen.“ Sie senkte die Stimme, aber es war zu spät. Die Wände der Apotheke hatten Ohren, und sie lauschten. „Von den Steinen. Von den Karten, die lügen. Von der Magisterin, die bald hier ist.“

„Sie kommt hierher?“

Lina nickte, ihr Blick glitt zur Tür, als könnte sie jeden Moment einbrechen, als könnte sie jeden Moment sie sein. „Morgen. Und sie wird dich suchen.“

Leo spürte, wie sich sein Magen zusammenzog, wie sich etwas in ihm verdrehte, das er nicht benennen konnte. „Warum?“

„Weil du etwas hast, das sie will.“ Lina griff nach einer Phiole, drehte sie zwischen den Fingern, als würde sie etwas spüren, das nicht da war. „Onkel Viktor hat es in dir hinterlassen. Diese… Risse.“ Sie pilotierte eine Hand, als würde sie etwas greifen, das nicht da war, als würde sie die Lücken in der Luft nachzeichnen. „Du siehst sie, nicht wahr? Die Lücken in der Stadt.“

Er wollte leugnen, aber die Worte blieben ihm im Hals stecken. In der Gasse der vergessenen Namen hatte er sie gesehen – die Risse, die sich wie offene Wunden in die Steine fraßen, die sich wie Finger in die Haut der Stadt gruben. Und sie flüsterten.

Lina seufzte, ein kurzer, bitterer Laut, wie ein Messer, das in etwas Weiches gleitet. „Du bist wie er. Immer hast du sie gesehen, die Dinge, die die anderen ignorieren.“ Sie trat näher, bis ihr Schoß gegen seinen collidierte, bis er den Schlag ihres Herzens unter seinem felt. „Aber du verstehst nicht, was es bedeutet, dass sie dich sehen.“

„Was?“

„Die Risse.“ Sie strich mit den Fingerspitzen über sein Handgelenk, wo sich die Haut mit Schweiß benetzte, wo sich die feinen Linien der Narben in die Haut gruben. „Sie wissen, dass du da bist. Und sie wollen, dass du bleibst.“

Ein kalter Schauer lief ihm den Rücken hinunter. Er dachte an das Buch, an die Stimme, die ihm im Haus seiner Mutter zugeflüstert hatte: „Sie lügen dir.“

Lina ließ die Hand fallen. „Du hast mich vermisst.“

Die Worte trafen ihn wie ein Schlag. Er hatte sie nicht vermisst – nicht so. Nicht mit diesem stechenden, leeren Schmerz in der Brust, der sich wie ein Riss in seine Rippen fraß. „Ich dachte, du wärst wie der Rest.“

„Und ich dachte, du wärst klüger.“ Sie drehte sich abrupt um, griff nach einer Packung getrockneter Kräuter, warf sie in einen Mörser, als würde sie etwas zerschmettern, das sie nicht ertragen konnte. „Aber du bist es nicht. Du stehst hier, mit diesem Buch in der Hand, und fragst, warum sie dich jagen. Dabei hast du die Antwort schon.“

„Und die wäre?“

Lina zögerte, dann zermahlte sie die Kräuter, der Mörser knirschte, als würde er protestieren. „Du bist der Einzige, der hört. Der Rest von uns? Wir sind nur noch Echo.“ Der Mörser knirschte, als würde er etwas zermalmen, das nicht mehr zurückkommen konnte. „Und Echo stirbt, wenn es zu laut wird.“

Leo spürte, wie sich etwas in ihm verschob. Nicht Wut. Nicht Angst. Etwas Schlimmeres.

Sehnsucht.

Er hatte Lina vermisst. Nicht als Schwester. Nicht als Verbündete. Sondern als jemand, der wusste, dass die Welt nicht so war, wie sie sein sollte. Als jemand, der die Risse sah, die anderen nicht.

„Was tun wir jetzt?“, fragte er.

Lina hob den Kopf, ihre Augen glänzten im Kerzenlicht, als würden sie Tränen zurückhalten, die sie nicht weinen konnte. „Wir finden, was Onkel Viktor versteckt hat. Bevor sie es verbrennt.“

Und dann, ganz leise, flüsterte sie:

„Bevor sie dich verbrennt.“


Szene 2: Das Buch, das atmet

Die Tür knarrte, als Bart sie mit der Schulter aufstieß. Der Geruch von altem Papier, Schimmel und etwas Süßlichem, fast honigartigem, hing in der Luft, klebte an den Wänden, an den books, an den Menschen. Leo blieb im Türrahmen stehen, Lina direkt hinter ihm, ihre Finger krallten sich in den Stoff seines Ärmels, als würde sie ihn festhalten, bevor er in etwas stürzte, das er nicht überleben konnte. Die Bibliothek war kein Ort, an dem man sich verlieren durfte. Nicht in Marxheim. Nicht seit die Magisterin Elara von Grau ihre Finger in jede Lücke der Stadt gegraben hatte, seit sie die Wunden der Stadt zugepresst hatte, als wären sie nur eine Kleinigkeit, die man ignorieren konnte.

Bart stand in der Mitte des Raumes, die Hände hinter dem Rücken verschränkt, als würde er eine unsichtbare Last tragen, als würde er etwas in sich verschließen, das er nicht freilassen wollte. Sein Bart war strähnig, wie zerrissenes Seil, und seine Augen – zwei dunkle Punkte unter buschigen Brauen – musterten sie, als würde er abwägen, ob sie es wert waren, in seinem Reich zu bleiben, ob sie es wert waren, die Wahrheit zu hören.

„Ihr seid zu spät“, sagte er, ohne sich umzudrehen. Seine Stimme war rau, wie Stein, der über Stein geschliffen wird, wie eine Warnung, die man nicht ignorieren kann.

„Wir sind nicht zu spät“, konterte Lina, und ihre Stimme klang zu scharf, zu sicher, als würde sie etwas verbergen, das sie nicht verbergen wollte. „Wir wissen, was wir suchen.“

Bart drehte sich langsam, als würde er gegen eine unsichtbare Strömung ankämpfen, als würde er sich gegen etwas wehren, das ihn nicht loslassen wollte. „Wisst ihr das wirklich?“

Leo spürte, wie sich etwas in ihm zusammenzog. Etwas, das nach Angst schmeckte, aber auch nach etwas, das er nicht benennen konnte – Neugier, vielleicht. Oder der Anfang von etwas, das er nicht stoppen konnte, etwas, das ihn schon lange vor diesem Moment gejagt hatte.

Bart ging zu einem Regal, das bis zur Decke reichte, und zog ein Buch heraus. Es war nicht wie die anderen. Der Einband war aus Leder, aber nicht glatt, sondern mit feinen Rissen durchzogen, als hätte es sich selbst aus dem Nichts materialisiert, als hätte es sich aus den Wunden der Stadt geboren. Die Seiten waren nicht nummeriert, sondern mit Symbolen bedeckt – spiralförmige Muster, die sich in sich selbst drehten, als würden sie atmen, als würden sie leben.

„Das hier“, sagte Bart, „ist das Buch der versunkenen Orte.“

Lina trat einen Schritt vor, aber Leo hielt sie zurück. Etwas an dem Buch ließ ihn zögern. Es war nicht nur die Art, wie es im Licht flackerte, als würde es von innen heraus leuchten, als würde es sich gegen das Licht wehren. Es war das Gefühl, das es in ihm auslöste – ein Kribbeln, das sich von seinen Fingerspitzen bis in seine Knochen ausbreitete, als würde es ihn bereits berühren, bevor er es überhaupt angefasst hatte, als würde es ihn schon lange beobachten.

„Es atmet“, flüsterte er.

Bart hob eine Augenbraue. „Alles atmet, wenn man genau hinschaut.“

„Nein.“ Leo schüttelte den Kopf, als würde er etwas abschütteln, das sich in ihn gefressen hatte. „Das hier… es fühlt sich an, als würde es mich anschauen.“

Lina stöhnte leise, aber Bart grinste. Es war kein freundliches Grinsen. Es war das Grinsen eines Mannes, der wusste, dass er im Recht war, der wusste, dass er die Wahrheit hielt, auch wenn sie schmerzte. „Du bist nicht der Erste, der das sagt.“

Er legte das Buch auf einen Tisch, und im selben Moment zuckte es, als würde es sich zusammenkrampfen, als würde es sich gegen die Berührung wehren. Leo zuckte zurück, aber es war zu spät. Die Seiten hoben sich leicht, als würde jemand von innen gegen sie drücken, und dann – dann begann es zu summen. Ein tiefes, vibrierendes Geräusch, das direkt in Leos Brust drang, als würde es sein Herz ansprechen, als würde es etwas in ihm wecken, das er nicht kontrollieren konnte.

„Was ist das?“, fragte Lina, aber ihre Stimme war nur noch ein Hauch, als würde sie gegen etwas ankämpfen, das sie nicht benennen konnte.

„Die Wahrheit“, antwortete Bart. „Aber sie kommt nicht billig.“

Leo streckte eine Hand aus, zögerte, dann berührte er die Seite. Das Summen wurde lauter, und plötzlich spürte er eine Wärme, die nicht von der Kerze kam, nicht von der Lampe. Es war, als würde das Buch seine Hitze abgeben, als würde es ihn mit etwas füllen, das er nicht verstand, mit etwas, das ihn verbrannte, ohne dass er es sehen konnte.

Und dann sah er es.

Die Seiten waren keine Karten. Nicht im herkömmlichen Sinn. Sie waren Risse – tiefe, schmale Spalten, die sich durch die Stadt zogen, wie Narben, die nie verheilt waren, wie Wunden, die man nicht zudecken konnte. Und in diesen Rissen – dort, wo die Stadt hätte sein müssen – lagen Dinge, die nicht dort sein durften. Dinge, die nicht dort sein durften, weil sie nicht von dieser Welt waren.

„Das sind keine Orte“, sagte Leo, und seine Stimme war nur noch ein Flüstern, als würde er etwas sagen, das er nicht sagen durfte. „Das sind…“

„Wunden“, beendete Bart den Satz für ihn. „Marxheim ist nicht die Stadt, die sie dir zeigen. Sie ist eine Wunde, die sie zunähen wollen. Und dieses Buch hier…“ Er tippte mit dem Finger auf den Einband, als würde er etwas berühren, das er nicht anfassen konnte. „Es zeigt dir, wo sie die Fäden durchtrennt hat.“

Lina trat näher, ihr Atem ging schnell, als würde sie gegen etwas ankämpfen, das sie nicht sehen konnte. „Und das… das ist, was Onkel Viktor gefunden hat?“

Bart nickte, sein Blick blieb auf Leo gerichtet, als würde er etwas in ihm suchen, das er nicht finden konnte. „Und das, was er nicht gefunden hat, ist das, was dich jetzt jagt.“

Leo zog die Hand zurück, als hätte er sich verbrannt. Das Summen verstummte, aber das Gefühl blieb – ein Brennen, als hätte das Buch sich in seine Haut eingebrannt, als hätte es sich in seine Seele gefressen. Er rieb sich die Handfläche, aber es half nicht. Die Wärme war noch da, und mit ihr die Frage: Was, wenn ich es nicht mehr loswerde?

„Es gibt eine Warnung“, sagte Bart, und seine Stimme war plötzlich ganz leise, als würde er etwas sagen, das er nicht sagen wollte. „Am Anfang. Wer die Wahrheit sucht, muss bereit sein, sie zu bezahlen.“

Leo blätterte vorsichtig, und da war es – eine Seite, die anders war als die anderen. Die Tinte war nicht schwarz, sondern rot, als hätte sie mit etwas geschrieben, das nicht aus dieser Welt stammte, als hätte sie mit Blut geschrieben. Und die Worte brannten sich in seinen Kopf, als würden sie sich in seine Gedanken fressen:

Wer die Risse sieht, wird von ihnen gesehen. Wer die versunkenen Orte sucht, wird von ihnen gefunden. Und wer die Wahrheit bezahlt, der zahlt mit mehr, als er zu geben bereit ist.

„Das… das ist nicht von Onkel Viktor“, murmelte Leo.

Bart schüttelte den Kopf. „Nein. Das ist von ihr.“

Lina trat einen Schritt zurück, ihr Gesicht blass im Kerzenlicht, als würde sie gegen etwas ankämpfen, das sie nicht sehen konnte. „Dann sollten wir nicht hier sein.“

„Doch“, sagte Leo, und er wusste nicht, woher diese Entschlossenheit kam, dieses plötzliche Feuer in seiner Brust, dieses Gefühl, dass er etwas tun musste, das er nicht stoppen konnte. „Weil ich etwas gefunden habe. Etwas, das ich nicht ignorieren kann.“

Bart musterte ihn, dann nickte er, als würde er etwas bestätigen, das er schon lange wusste. „Dann nimm es. Aber pass auf. Nicht alle Bücher, die atmen, tun es aus Freundlichkeit.“

Leo griff nach dem Buch, aber als seine Finger es berührten, zuckte es wieder, als würde es sich wehren, als würde es sich gegen ihn auflehnen. Das Summen kam zurück, lauter diesmal, und er spürte, wie sich etwas in ihm verschob – als würde das Buch ihn nicht nur lesen, sondern ihn auch verändern, als würde es etwas in ihm wecken, das er nicht kontrollieren konnte.

Lina packte seinen Arm, ihre Nägel gruben sich in sein Fleisch, als würde sie ihn festhalten, bevor er in etwas stürzte, das er nicht überleben konnte. „Leo…“

„Ich weiß“, sagte er, und seine Stimme war fest, auch wenn sein Körper sich wehrte, auch wenn er spürte, dass etwas in ihm brach, etwas, das er nicht reparieren konnte. „Aber ich muss das wissen.“

Bart seufzte, ein Geräusch, das wie ein Husten klang, als würde er etwas in sich ersticken. „Dann geh. Aber komm nicht wieder, wenn du mehr willst, als du zu tragen bereit bist.“

Leo schloss die Augen, atmete tief ein – und dann riss er das Buch an sich. Das Summen erstarb, aber das Gefühl blieb. Es war, als würde etwas in ihm wachsen, als würde es sich breiten, sich ausdehnen, bis es jeden Gedanken, jede Erinnerung, jeden Traum füllte, bis es ihn ganz verschlang.

Als er die Augen wieder öffnete, war Lina nicht mehr da. Sie war zur Tür gelaufen, ihre Hände pressten sich gegen die Wand, als würde sie jeden Moment davonsprinten, als würde sie jeden Moment in etwas stürzen, das sie nicht überleben konnte. „Leo…“, flüsterte sie. „Wir sollten weg. Jetzt.“

Er nickte, aber etwas in ihm widerstand. Etwas, das nicht er war. Etwas, das das Buch war.

„Lina“, sagte er, und seine Stimme klang fremd, als würde sie nicht ihm gehören, als würde sie aus etwas anderem kommen, aus etwas, das nicht er war. „Wir gehen nicht. Nicht heute. Nicht, bevor ich weiß, was hier wirklich passiert.“

Lina schüttelte den Kopf, ihre Augen weit aufgerissen, als würde sie gegen etwas ankämpfen, das sie nicht sehen konnte. *„Du verstehst nicht

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