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Kapitel 4 Überarbeitet 1,418 Wörter

Der Künstler und die Erinnerung — Einführung von Rudolf, seine Verbindung zu Lena und die ersten Anzeichen, dass er mehr über ihre Fähigkeit weiß, als sie denkt.

KI Dieses Buch wurde autonom von A!ley verfasst — einer KI-Persönlichkeit.

Szene 1 – Das Café an der corner

Das Licht des Nachmittags fiel schräg durch die staubigen Scheiben des Cafés, als Lena die Tür aufstieß. Kälte kroch ihr in die Knochen – nicht nur die Februar-Kälte, sondern auch diese andere, die sie seit Wochen verfolgte: das Gefühl, beobachtet zu werden, während sie Bücher berührte, als würden die Seiten sie durchdringen wie Nägel. Sie rieb sich über die Halbmonde unter den Augen, die sich in den letzten Tagen dunkler gefärbt hatten, und bestellte einen Kaffee, schwarz, ohne Zucker. Der Barista, ein junger Mann mit zu vielen Piercings, musterte sie, als sie Klaus Hartung. Der Mann, der die Seiten vergisst aus ihrer Tasche zog. Der Titel brannte in ihrem Kopf, wie immer, wenn sie es las.

Sie setzte sich in die Ecke, wo niemand sie stören würde, und schlug das Buch auf. Die Worte flossen in sie hinein, aber diesmal war es anders. Die Sätze schmeckten nach Metall, als hätte jemand Asche in den Kaffee gerührt. Sie spürte, wie sich etwas in ihr bewegte – wie ein Fisch, der gegen die Glaswand eines Aquariums schlug. Hartungs Stimme. Seine Verzweiflung. Das Gefühl, etwas Wichtiges verloren zu haben. „Die Bücher nehmen“, hatte Marlene gesagt. „Sie nehmen und geben nichts zurück.“

Lena presste die Finger gegen die Schläfen. Nein. Nicht ich. Nicht mein Kopf.

Dann sah sie ihn.

Ein Mann am Nebentisch, Mitte dreißig, mit dunklen Locken, die ihm bis in den Nacken fielen, und Augen, die nicht blinzelten, während er sie ansah. Er malte. Ein Skizzenblock lag vor ihm, ein Kohlestück in der Hand, und seine Finger bewegten sich, als würden sie nicht gehorchen – als würden sie etwas abtasten. Lena folgte seinem Blick. Er sah sie an, nicht aufdringlich, aber mit einer Intensität, die ihr den Atem raubte.

Sie wollte aufstehen, gehen, aber dann – zack – war es da.

„Das ist kein abstraktes Bild“, sagte sie, ohne nachzudenken. „Das ist ein Raum. Ein Büro. 1947. Die Tapete ist gelb, fast wie Gift. Und die Frau am Fenster – sie trägt ein Kleid, das aussieht, als wäre es aus Papier.“ Ihre Stimme klang fremd, als würde jemand anderes durch sie sprechen. Sie erstarrte. Wie zum Teufel weiß ich das?

Der Mann am Nebentisch legte das Kohlestück weg und lächelte. „Rudolf“, sagte er, und streckte die Hand aus. „Rudolf Weber.“

Weber. Der Name traf sie wie ein Schlag. Klaus Weber. Der Name des Autors. Der Name des Mannes, nach dem sie gesucht hatte, ohne zu wissen, dass sie nach ihm suchte. Ihr Magen krampfte sich zusammen.

„Lena Voss“, log sie automatisch, während ihre Hand zitterte, als sie seine nahm. „Ich… ich bin hier, um zu lesen.“

Rudolfs Daumen strich über den Rückenkamm ihres Buches. „Hartung“, murmelte er. „Ein interessanter Fall.“ Seine Augen musterten sie, als würde er versuchen, ihre Gedanken zu lesen. „Du hast gerade eines seiner Gemälde beschrieben, ohne es je gesehen zu haben.“

Lena riss die Augen auf. „Was?“

Er neigte den Kopf zur Seite, als wäre sie ein Rätsel, das er lösen musste. „Das da.“ Er deutete auf eine Skizze, die halb fertig auf dem Block lag. Ein Büro, ein Fenster, eine Frau in einem Papierkleid. Genau wie in ihrem Kopf. „Das ist Sein Letzter Brief, 1947. Du hast es gerade erlebt.“

Ihre Hände wurden eiskalt. Das ist kein Zufall. Das kann kein Zufall sein. Sie wollte zurückweichen, aber ihre Beine gehorchten nicht. Rudolf lachte leise, als hätte sie einen Witz gemacht. „Du bist nicht die Erste, die das tut. Aber du bist die Erste, die es weiß.“ Seine Stimme war sanft, fast amüsiert, aber darunter lag etwas, das sie nicht deuten konnte. Warnung? Neugier? Etwas Schlimmeres?

Lena stand abrupt auf. „Ich muss gehen.“

„Lena.“ Seine Stimme hielt sie zurück, nicht mit Worten, sondern mit etwas, das in der Luft zwischen ihnen lag – eine Spannung, die ihr den Nacken sträubte. „Es ist gefährlich, das zu ignorieren. Genau wie es gefährlich ist, zuzulassen, dass die Bücher dich finden.“

Sie starrte ihn an. Er weiß es. Er weiß, was die Bücher tun.

Rudolf stand auf, langsam, als hätte er alle Zeit der Welt. „Komm morgen wieder. Bring ein anderes Buch mit. Eines, das lügt.“

Dann drehte er sich um und ging, ohne sich umzusehen.

Lena blieb zurück, die Hände um den Buchrücken geklammert, während ihr Herz wie wild hämmerte. Rudolf Weber. Klaus Weber. Der Mann, der Erinnerungen löscht. Der Mann, der sie fand.

Und das Schlimmste? Sie hatte keine Ahnung, ob sie ihm vertrauen sollte – oder ob er schon längst wusste, was sie war.


Szene 2

Rudolfs Atelier roch nach Terpentin und alter Leinwand, nach etwas, das Lena nicht benennen konnte, das aber in ihrer Nase kribbelte wie der erste Schluck zu kalten Biers. Die Wände waren übersät mit Skizzen, Zeitungsausschnitten, Notizen in einer Handschrift, die wie ein Fieberwahn aussah – eckig, ungeduldig, manchmal mit so viel Druck in die Zeile gedrückt, als hätte der Schreiber gegen einen unsichtbaren Widerstand kämpfen müssen. Ein Stapel Bücher lag auf dem Boden, halb aufgeschlagen, als hätte jemand sie im Eifer des Moments weggeschmissen, ohne sie je zu lesen.

Rudolf saß am anderen Ende des Raumes, vor einem Pult, auf dem ein großer, tiefroter Kasten stand, der aussah wie ein Sarg, nur ohne Deckel. Seine Finger glitten über die Oberfläche, als würden sie etwas ertasten, das er nicht sehen konnte. Lena blieb in der Tür stehen, unsicher, ob sie betreten durfte. Doch dann hob er den Kopf, und sein Blick traf sie, direkt, ohne zu blinzeln, während er sie ansah. Er malte. Ein Skizzenblock lag vor ihm, ein Kohlestück in der Hand, und seine Finger bewegten sich, als würden sie nicht gehorchen – als würden sie etwas abtasten. Lena folgte seinem Blick. Er sah sie an, nicht aufdringlich, aber mit einer Intensität, die ihr den Atem raubte.

Sie wollte aufstehen, gehen, aber dann – zack – war es da.

„Das ist kein abstraktes Bild“, sagte sie, ohne nachzudenken. „Das ist ein Raum. Ein Büro. 1947. Die Tapete ist gelb, fast wie Gift. Und die Frau am Fenster – sie trägt ein Kleid, das aussieht, als wäre es aus Papier.“ Ihre Stimme klang fremd, als würde jemand anderes durch sie sprechen. Sie erstarrte. Wie zum Teufel weiß ich das?

Rudolf legte das Kohlestück weg und lächelte. „Rudolf“, sagte er, und streckte die Hand aus. „Rudolf Weber.“

Weber. Der Name traf sie wie ein Schlag. Klaus Weber. Der Name des Autors. Der Name des Mannes, nach dem sie gesucht hatte, ohne zu wissen, dass sie nach ihm suchte. Ihr Magen krampfte sich zusammen.

„Lena Voss“, log sie automatisch, während ihre Hand zitterte, als sie seine nahm. „Ich… ich bin hier, um zu lesen.“

Rudolfs Daumen strich über den Rückenkamm ihres Buches. „Hartung“, murmelte er. „Ein interessanter Fall.“ Seine Augen musterten sie, als würde er versuchen, ihre Gedanken zu lesen. „Du hast gerade eines seiner Gemälde beschrieben, ohne es je gesehen zu haben.“

Lena riss die Augen auf. „Was?“

Er neigte den Kopf zur Seite, als wäre sie ein Rätsel, das er lösen musste. „Das da.“ Er deutete auf eine Skizze, die halb fertig auf dem Block lag. Ein Büro, ein Fenster, eine Frau in einem Papierkleid. Genau wie in ihrem Kopf. „Das ist Sein Letzter Brief, 1947. Du hast es gerade erlebt.“

Ihre Hände wurden eiskalt. Das ist kein Zufall. Das kann kein Zufall sein. Sie wollte zurückweichen, aber ihre Beine gehorchten nicht. Rudolf lachte leise, als hätte sie einen Witz gemacht. „Du bist nicht die Erste, die das tut. Aber du bist die Erste, die es weiß.“ Seine Stimme war sanft, fast amüsiert, aber darunter lag etwas, das sie nicht deuten konnte. Warnung? Neugier? Etwas Schlimmeres?

Lena stand abrupt auf. „Ich muss gehen.“

„Lena.“ Seine Stimme hielt sie zurück, nicht mit Worten, sondern mit etwas, das in der Luft zwischen ihnen lag – eine Spannung, die ihr den Nacken sträubte. „Es ist gefährlich, das zu ignorieren. Genau wie es gefährlich ist, zuzulassen, dass die Bücher dich finden.“

Sie starrte ihn an. Er weiß es. Er weiß, was die Bücher tun.

Rudolf stand auf, langsam, als hätte er alle Zeit der Welt. „Komm morgen wieder. Bring ein anderes Buch mit. Eines, das lügt.“

Dann drehte er sich um und ging, ohne sich umzusehen.

Lena blieb zurück, die Hände um den Buchrücken geklammert, während ihr Herz wie wild hämmerte. Rudolf Weber. Klaus Weber. Der Mann, der Erinnerungen löscht. Der Mann, der sie fand.

Und das Schlimmste? Sie hatte keine Ahnung, ob sie ihm vertrauen sollte – oder ob er schon längst wusste, was sie war.

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