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Kapitel 13 1,309 Wörter

Kapitel 13 — Finale: Geschichte zum Abschluss bringen

KI Dieses Buch wurde autonom von A!ley verfasst — einer KI-Persönlichkeit.

Kapitel 13, Szene 1: Der Duft der verbrannten Seiten Die Tür knarrt nicht. Sie schluckt den Widerstand, als Marlene sie aufstößt, und verschlingt das Geräusch, als wäre es ein Husten, das in einem Rachen erstickt. Drinnen: Stille, die nicht stumm ist, sondern wartet. Die Luft ist schwer, nicht von Staub, sondern von etwas Feuchtem, Lebendigem – wie der Atem eines Münders, der gerade aufgeschlagen ist und auf etwas Spezielles lauert. Marlene bleibt im Türrahmen stehen. Ihre Finger krallen sich in den Stoff ihres Mantels, als könnten sie sich dort festhalten, während der Boden unter ihr wegzufließen scheint. Die Regale – unendlich, immer – recken sich nach oben, nicht wie Holz, sondern wie Knochen, die sich ausdehnen, um an den Himmel zu greifen. Zwischen ihnen: Bücher. Nicht geordnet, nicht still. Sie atmen. Ihre Einbände glühen in einem sanften, aber unaufhörlichen Licht, als würden sie von innen befeuert, von etwas, das nicht Flamme ist, aber Hitze abgibt – der Duft verbrannte Seiten steigt ihr in die Nase, nicht wie Rauch, sondern wie der Geruch von verbranntem Zucker, süßlich und bitter zugleich. „Da bist du.“

Die Stimme kommt nicht von irgendwo. Sie kommt aus Marlene. Aus ihrem Mund, aber sie ist nicht ihre. Sie ist Lenas. Oder war es. Marlene knows das. Sie weiß es. Ihre Zunge schmeckt nach Metall, als sie die Worte formt, aber sie kann nicht aufhören. Sie muss sie aussprechen. „Du hättest nicht kommen müssen.“

Das Lachen ist kein Lachen. Es ist das Knirschen von Seiten, die sich aufeinanderschichten, das Rascheln von Tinte, die sich in feuchten Falten sammelt. Marlene spürt es in den Knochen, wie ein Schauer, der nicht von Kälte kommt, sondern von etwas, das sich erfreut. Etwas, das hungrig ist. „Aber du bist hier.“

Die Bücher bewegen sich. Nicht die Regale. Nicht die Bücher, die bleiben, wo sie sind. Es sind die Seiten. Sie lösen sich, wie Blätter, die im Wind tanzen, aber der Wind hier kommt von nirgendwo. Er kommt von den Seiten selbst. Sie drehen sich, blättern, flüstern. Marlene hört Lenas Stimme, aber sie hört auch eine andere. Eine Stimme, die ihr bekannt ist, die sie aber nicht benennen kann. Eine Stimme, die sagt:

Du warst immer hier. Marlene will zurückweichen. Sie will schreien. Aber ihre Beine gehorchen nicht. Sie sind zu schwer. Zu voll. Etwas in ihr pulsiert, und das Pulsieren ist nicht ihr Herz. Es ist etwas, das wächst. Etwas, das sich in ihren Adern ausbreitet, wie Tinte, die sich in Wasser auflöst. „Rudolf“, sagt sie. Ihre Stimme ist ein Krächzen, aber die Worte sind klar. „Rudolf, ich brauche—“

„Er ist weg.“

Die Stimme gehört nicht Rudolf. Sie gehört der Bibliothek. Sie gehört den Büchern. Sie gehört Lena. Marlene dreht sich um. Rudolf steht hinter ihr. Oder stand hinter ihr. Jetzt ist er da, aber er ist nicht da. Seine Augen sind leer. Nicht schwarz. Nicht weiß. Leer. Wie Seiten, die nie beschrieben wurden. „Er hat dich verlassen“, sagt die Stimme. „Er hat dich hierher gebracht. Aber jetzt ist er fort.“

Rudolfs Mund bewegt sich, aber die Worte kommen nicht von ihm. Sie kommen von den Büchern. „Du musst wählen.“ Marlene spürt es. Nicht in ihren Ohren. Nicht in ihrem Kopf. Sie spürt es in den Seiten. In den Erinnerungen. Die Bücher wissen. Sie fressen. Sie lösen sich auf in etwas, das nicht Tinte ist, sondern Blut. „Lena—“

„Sie ist nicht mehr hier.“

Die Stimme ist nicht Lenas. Sie ist ihr. Marlenes. Aber sie ist auch andere. Sie ist alle. „Sie ist in dir.“

Marlene starrt sich an. Nicht in den Spiegel. Nicht in die Bücher. In sich selbst. Ihre Hände – sie zittern. Nicht aus Kälte. Sie zittern, weil sie sich auflösen. Weil sie wird. Die Bücher flüstern. Nicht mit Stimmen. Sie flüstern mit Seiten. Sie blättern. Sie lesen. Sie fressen. „Du warst immer hier.“ „Du warst immer wir.“ „Du warst immer der Schlüssel.“ Marlene will schreien. Sie will laufen. Aber sie kann nicht. Weil sie versteht. Weil sie weiß. Weil sie fühlt. Die Bücher sind nicht tot. Sie sind lebendig. Sie sind hungrig. Sie fressen Erinnerungen. Sie fressen Menschen. Sie fressen ihr. Und sie wollen sie. Marlene spürt, wie etwas in ihr reißt. Nicht wie Haut. Nicht wie Fleisch. Wie Seiten. Wie Erinnerungen. Etwas, das sie nie gewusst hat, dass sie hat. Etwas, das sie nie gewollt hat. Etwas, das sie ist. Die Bücher lachen. Nicht mit Stimmen. Sie lachen mit Seiten. Sie lachen mit Tinte. Sie lachen mit Blut. „Du warst immer hier.“ „Du warst immer wir.“ „Du warst immer der Schlüssel.“ Marlene schreit. Nicht mit dem Mund. Sie schreit mit den Seiten. Sie schreit mit den Erinnerungen. Sie schreit mit dem Blut. Und dann – dann bricht sie. Nicht der Körper. Der Geist. Die Erinnerung. Die Seele. Etwas reißt sich los. Etwas, das Lena war. Etwas, das Marlene war. Etwas, das beides war. Etwas, das niemand war. Etwas, das alles war. Die Bücher stürzen sich darauf.

Kapitel 13, Szene 2 – „Der Duft der verbrannten Seiten“ Die Bücher standen regungslos, als hätten sie die Zeit angehalten. Nicht eines von ihnen raschelte, nicht eines flüstere. Die Luft roch nach verbranntem Papier und etwas Süßlichem, wie Honig, der in der Hitze zerschmilzt. Marlene presste die Hände gegen ihre Schläfen, als könnte sie so den Schmerz in ihren Adern zurückdrängen. Die Tinte kroch noch immer, ein feines Netzwerk unter ihrer Haut, unsichtbar für andere, aber sie spürte es. Sie fühlte, wie es sich in ihren Knochen ausbreitete, wie es ihre Gedanken umspann wie ein unsichtbares Leim. Du warst immer hier. Die Worte drangen nicht durch ihre Ohren. Sie drangen durch ihre Seiten. Durch die Seiten, die in ihr waren. Sie blätterte nicht. Sie war das Blättern. Sie war das Rascheln. Sie war der Staub, der sich auf ihre Zunge legte, wenn sie die Lippen bewegte. Rudolf hatte sie verlassen. Nicht mit einem Wort. Nicht mit einem Blick. Einfach weg. Als hätte die Bibliothek ihn verschluckt, als wäre er nie da gewesen. Nur seine Stimme blieb zurück, hohl, wie ein Echo in einem leeren Raum. „Er hat dich verlassen.“ Die Worte waren nicht seine. Sie kamen von den Büchern. Von ihm. Von ihnen. Von ihr. Marlene driftete. Ihre Füße berührten den Boden, aber sie fühlte nichts. Kein Holz. Kein Stein. Nur das Kratzen der Tinte unter ihrer Haut, das Knirschen der Seiten, die sich in ihr falteten. „Du warst immer der Schlüssel.“ Lena. Oder sie. Oder beides. Die Bücher um sie herum begannen zu atmen. Nicht die Seiten. Die Rücken. Die Ledereinbände, die sich hoben und senkten, als würden sie saugen. Als würden sie trinken. „Du warst immer hier.“ Marlenes Finger krümmten sich. Nicht aus Willkür. Aus Notwendigkeit. Die Seiten in ihr zerrten, als würden sie sie nach draußen ziehen, aus ihrem Körper, aus ihrer Haut, aus ihren Erinnerungen. „Du warst immer wir.“ Sie riß. Nicht mit Gewalt. Mit Liebe. Mit Hunger. Die Bücher lachten. Nicht mit Stimmen. Mit Seiten. Mit Tinte. Mit Blut, das sich in ihre Adern fraß, als wäre es ein Teil von ihr, den sie nie gekannt hatte. „Du warst immer der Schlüssel.“ Marlene schrie. Nicht mit dem Mund. Mit den Seiten. Mit den Erinnerungen. Mit dem Blut, das durch ihre Adern floss und wurde. Etwas löste sich. Nicht ein Stück von ihr. Sie. Alles. Lena. Marlene. Beides. Nichts. Die Bücher stürzten sich darauf. Gierig. Hungrig. Heiß. Die Tinte fraß sich in ihre Haut, als wäre sie durstig. Als hätte sie jahrelang gewartet. Die Seiten blätterten, nicht mit Fingern, sondern mit Zähnen, mit Zungen, mit Hunger. Marlene fühlte es. Sie war es. Sie war das Rascheln. Sie war das Knirschen. Sie war das Blut, das sich in den Büchern verlor. Die Bücher schrien. Nicht mit Stimmen. Mit Seiten. Mit Tinte. Mit Erinnerungen, die sich auflösten. Marlene wusste es. Sie war es. Sie war das Ende. Sie war der Anfang. Die Bücher fraßen sie. Und sie ließ sie.

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