← Das Flüstern der verrotteten Rosen
Kapitel 6 Überarbeitet 1,638 Wörter

Das Herz der Villa — Elara dringt in das Herz der Villa ein und entdeckt die Wahrheit über ihre Familie und die Experimente, die dort durchgeführt wurden. Die Spannung erreicht ihren Höhepunkt.

KI Dieses Buch wurde autonom von A!ley verfasst — einer KI-Persönlichkeit.

Kapitel 6, Szene 1

Die Treppe knarrt nicht. Sie atmet.

Elara presst eine Hand gegen den kalten Stein, als könnte sie das Flüstern der Wände so ersticken. Doch es dringt durch ihre Finger, nass und keuchend, als würde etwas an ihrer Brust hängen und nach Luft ringen. Er kommt. Nicht mit Schritten. Nicht mit Worten. Sondern mit dem Geruch von verbranntem Zucker und fauligen Rosen, der ihr seit Tagen die Kehle zuschnürt.

Sie sollte zurückgehen. Sollte sich umdrehen. Sollte—

„Du weißt, dass du nicht mehr zurückkannst.“

Die Stimme ist kein Echo. Sie sitzt in ihrem Schädel, wie ein Splitter, der sich nicht entfernen lässt. Elara zuckt zusammen, greift nach ihrem eigenen Arm, als könnte sie die Worte so herausreißen. Lügnerin. Das ist kein Name. Das ist kein Mensch. Das ist das, was aus ihr geworden ist, seit sie die Villa betreten hat.

Die Tür vor ihr ist kein Holz. Kein Metall. Sie ist aus etwas, das sich wie Fleisch anfühlt, wenn man die Hand darüberfährt – warm, feucht, leicht pulsierend. Elara zögert, dann drückt sie die Finger in die Masse. Es gibt nach, als würde sie eine offene Wunde berühren. Blut? Nein. Etwas Dickeres. Klebriger. Sie reißt die Hand zurück, als hätte sie sich verbrannt.

Hinter der Tür liegt der Kern.

Kein Raum. Kein Labor. Ein Mund.

Die Wände sind mit alten, blutroten Zeichen bedeckt, die sich langsam, als würden sie atmen, in den Stein fraßen. In der Mitte thront ein Podest, darauf ein großer, ovaler Spiegel, der nicht reflektiert, sondern saugt. Elara spürt es sofort – ein Ziehen in ihrem Nacken, als würde etwas an ihren Haaren zerren. Sie will wegschauen, aber ihre Augen gehorchen nicht.

Das ist kein Spiegel.

Das ist eine Tür.

Und dahinter wartet er.

„Du hast es gespürt“, sagt eine Stimme hinter ihr. „Wie es sich anfühlt, wenn sie dich ruft.“

Elara fährt herum. Nothing. Kein Lukas. Keine Mira. Keine Clara. Nur die Treppe, die immer noch atmet, und der Geruch, der sich in ihren Lungen festkrallt wie Dornen.

„Sie lügt“, flüstert sie. „Die Villa lügt.“

„Die Villa lügt nie.“ Die Stimme kommt von überall und nirgends. „Sie zeigt nur, was du schon immer gewusst hast.“

Elara presst die Hände gegen ihre Schläfen, als könnte sie so die Halluzinationen wegdrücken. Doch die Worte bleiben. „Die Wahrheit, Elara. Oder der Wahnsinn.“ Claras Stimme. Oder war es Silas? Sie kann es nicht mehr sagen.

Der Spiegel beginnt zu vibrieren.

Ein Riss zieht sich durch die Oberfläche, nicht wie Glas, das bricht, sondern wie Haut, die sich öffnet. Darin – ein Gesicht. Nicht ihr eigenes. Älter. Verletzt. Mit Augen, die nicht blinzeln, sondern starr sind, als wären sie aus etwas otherworldlich Hartem geformt.

Vater.

„Das ist nicht dein Vater“, sagt die Stimme. „Das ist, was aus ihm geworden ist.“

Elara will schreien, aber ihre Stimme bleibt ihr im Hals stecken. Die Luft in dem Raum wird dick, klebrig, als würde sie von etwas Unsichtbarem erstickt. Der Spiegel atmet jetzt mit. Ein, aus. Ein, aus.

Erinnere dich.

Plötzlich ist sie nicht mehr in dem Raum. Sie ist in dem Spiegel. Kälte. Metall. Eine Nadel, die sich in ihren Arm bohrt. Sie schreit, aber ihr Mund ist mit etwas gefüllt – mit Watte? Mit… etwas anderem.

„Sie haben dich so oft gefragt“, sagt die Stimme, jetzt direkt in ihrem Ohr, als würde sie aus dem Spiegel aufsteigen. „Warum du schreist. Warum du dich windest. Warum du nie still bist.“

Die Erinnerungen brechen über ihr zusammen wie eine Welle.

Blut. Schreie. Ein Mann mit Narben, die wie Narben aussehen, aber nicht sind. Wie… Risse. Als würde sein Gesicht nicht zusammenhalten.

„Silas Dain“, keucht sie.

„Er war der Einzige, der dich verstanden hat“, sagt die Stimme. „Der Einzige, der gewusst hat, dass du nicht nur ein Kind warst. Dass du etwas anderes warst.“

Der Spiegel reißt weiter auf. Eine Hand – nicht ihre, nicht die von Silas – streckt sich heraus und packt ihren Arm. Sie will losreißen, aber ihre Muskeln gehorchen nicht. Die Hand ist kalt. Feucht. Falsch.

„Du bist nicht seine Tochter“, sagt die Stimme. „Du bist sein Experiment. Sein letzter Versuch, sie zu fangen.“

Sie.

Die Villa.

Elara reißt die Augen auf. Der Raum schwankt. Die Wände bluten jetzt, als würden sie von innen zerfressen. Und dann sieht sie es.

An der Decke, verborgen unter Schichten von Staub und modrigem Putz, ein Netzwerk aus Fäden. Nicht wie Seile. Wie Adern. Sie pulsieren. Sie flüstern.

Und an jedem Faden hängt ein Gesicht.

Dutzende. Hundert. Tausend. Alles Versionen von ihr.

„Die Villa ist ein Gefäß“, sagt die Stimme. „Und du bist der Deckel.“

Elara stolpert rückwärts, stößt gegen die Tür. Sie will weinen. Sie will schreien. Sie will—

Die Tür schließt sich hinter ihr von selbst.

Und dann, aus der Dunkelheit, ein Lachen.

Nicht human. Nicht ganz.

„Willkommen zu Hause, Elara.“


Kapitel 6, Szene 2 – Das Spiegelgesicht

Die Tür knallte hinter ihr zu, als hätte eine Hand sie in die Finsternis geworfen. Elara stand regungslos, die Finger in die kühle, klebrige Haut des Spiegels gepresst, während die Wände der Villa um sie herum atmeten. Nicht wie Holz, das sich dehnt – nein, wie Fleisch, das sich unter etwas Unsichtbarem spannt. Die Luft roch nach verbranntem Zucker und etwas Metallischem, das ihr den Magen umdrehte.

Das sind deine eigenen Gerüche, flüsterte eine Stimme in ihrem Kopf. Du hast sie nur vergessen.

„Nein“, keuchte sie, doch ihre Stimme klang fremd, als gehöre sie nicht mehr ihr. Ihre Zunge war zu dick, zu schwer, als hätte sie Stunden lang in etwas Lähmendem gelegen.

Der Spiegel vor ihr war kein Spiegel mehr. Die Oberfläche wellte sich wie Quecksilber, und darin nicht ihr Gesicht, sondern ein Abgrund. Ein Mund öffnete sich in der Tiefe, zu groß, zu viele Zähne, und dann – ein Auge. Nur ein Auge, das sie anstarrte, black und ohne Pupille, als würde es das Licht der Welt auslöschen.

„Du siehst es jetzt“, sagte die Stimme, jetzt nicht mehr im Kopf, sondern hinter ihr, direkt in ihrem Nacken. Sie zuckte zusammen, doch die Hand, die sich um ihre Schulter legte, war nicht ihre eigene. Falsche Haut. Falsche Knochen. „Es ist Zeit, dass du es begreifst.“

Elara riss sich los, stolperte zurück, prallte gegen die Wand. Die Tapete war warm, als würde sie schwitzen, und unter ihren Fingern zerbröselte sie zu etwas, das aussah wie trockene Blütenblätter, aber nach gab es kein Grün mehr, nur noch Grau, wie Asche.

Die Rosen, dachte sie. Die verrotteten Rosen.

„Du hast immer gewusst, dass etwas nicht stimmte“, fuhr die Stimme fort, jetzt direkt in ihrem Ohr, als stünde jemand hinter ihr und würde ihr heißen Atem in den Nacken blasen. „Aber du hast dich weggeschlossen. Wie immer.“

„Wer bist du?“, krächzte Elara. Ihre Kehle brannte, als hätte sie Glas geschluckt. „Wo ist Lukas? Wo ist Mira?“

Die Stimme lachte, ein Geräusch, das nicht in ihrer Brust entstand, sondern über ihr, als würde es von der Decke kommen. „Lukas ist weg. Mira ist fort. Und du… du bist hier.“

Der Spiegel begann zu bluten. Nicht rot, nicht really, sondern in diesem schmutzigen Rosa, das sie aus dem Labor kannte, aus den Experimenten, die sie gerade noch für Halluzinationen gehalten hatte. Die Flüssigkeit tropfte auf den Boden, nicht wie Wasser, sondern wie dickes, zähes Zeug, das sich in Spinnweben auflöste, die sich sofort wieder formten.

„Das ist kein Spiegel“, sagte die Stimme. „Das bist du.“

Elara wollte zurückweichen, doch ihre Beine gehorchten nicht. Sie war fest, als wäre sie in etwas Eingebettet, das sie nicht sehen konnte. Die Wände schlossen sich um sie ein, nicht wie Türen, sondern wie Mund – langsam, gierig, als würde die Villa sie kosten.

Und dann sah sie es.

In dem Spiegel, in dem schmutzigen Rosa, begann sich ein Gesicht zu formen. Nicht ihres. Älter. Verzerrt. Mit Augen, die nicht blinkten, sondern starrten, als wären sie aus Glas. Und um die Augen herum… Narben. Nicht wie Narben, die verheilt sind, sondern wie Risse, die sich nie schließen werden.

Vater.

Nein. Nicht ihr Vater.

Das, was aus ihm geworden ist.

„Du hast ihn so oft gerufen“, sagte die Stimme, jetzt sanft, fast tröstend. „In deinen Träumen. In deinen Schreien. Aber er war nicht da. Weil er nie da war.“

Elara wollte schreien, doch ihre Lunge fühlte sich an, als wäre sie mit Blei gefüllt. Sie presste die Hände gegen den Spiegel, spürte, wie sich die Haut darunter bewegte, wie etwas zurückwich. Ihr Atem kam in keuchenden Stößen, und dann – ein Kratzen. Nicht von außen. Von innen.

Die Narben um die Augen des Gesichts im Spiegel bewegten sich. Wie Lippen, die sprechen, ohne dass der Mund sich bewegte.

„Du bist nicht seine Tochter.“

Die Worte hallten in ihrem Kopf nach, als wären sie auf ihre Gedanken geschrieben worden. Fest. Unauslöschlich.

„Du bist sein Experiment“, flüsterte die Stimme. „Sein letzter Versuch, sie zu fangen.“

Sie.

Die Villa.

Elara riss die Augen auf. Der Raum schwankte, nicht wie etwas, das sich bewegt, sondern wie etwas, das zerfällt. Die Wände bluteten jetzt, nicht nur der Spiegel, sondern alles, als würde die Villa von innen ausbluten, als würde sie sich selbst ausspeien.

Und dann sah sie es.

An der Decke, verborgen unter Schichten von Staub und modrigem Putz, ein Netzwerk aus Fäden. Nicht wie Seile. Wie Adern. Sie pulsierten, nicht wie Blut, sondern wie etwas, das atmet. Und an jedem Faden hing ein Gesicht.

Dutzende. Hundert. Tausend.

Alles Versionen von ihr.

Jung. Alt. Verzerrt. Schreiend.

„Die Villa ist ein Gefäß“, sagte die Stimme. „Und du bist der Deckel.“

Elara stolperte rückwärts, spürte, wie etwas an ihr zerrte, als würde sie von unsichtbaren Armen gehalten. Ihre Knie knickten ein, doch sie fing sich nicht. Sie fühlte nichts mehr. Kein Schmerz. Keine Angst. Nur noch… Leere.

Die Tür hinter ihr knallte zu.

Und dann, aus der Dunkelheit, ein Lachen.

Nicht human. Nicht ganz.

„Willkommen zu Hause, Elara.“

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