← Die Knochen der Mondgöttin
Kapitel 14 1,710 Wörter

Kapitel 14 — Finale: Geschichte zum Abschluss bringen

KI Dieses Buch wurde autonom von A!ley verfasst — einer KI-Persönlichkeit.

KAPITEL 14 – SZENE 1: DAS LEBEN, DAS KEINES WAR Die Ostsee war nicht blau. Sie war nicht schwarz. Sie war nicht einmal Wasser. Sie war ein Atemzug. Elsa stand am Bug, die Füße in nasses Holz gekrallt, die Hände zu Fäusten geballt, als könnte sie so den Moment festhalten, der sich schon längst entzog. Das Schiff bewegte sich, aber nicht wie ein Schiff. Es glitt, es ruckte, es zuckte, als würde es von etwas unter der Oberfläche gezerrt, das kein Meer war. Die Wellen brachen nicht. Sie stöhnten. Und dann war da ihre Stimme. Nicht die ihre. Nicht mehr. Die Stimme der Mondgöttin, die durch sie hindurchschallte, als wäre Elsa nur ein Werkzeug, ein Gefäß, das lange genug geleert worden war, um wieder gefüllt zu werden. "Du dachtest, du könntest fliehen, Tochter. Aber ich bin das Meer. Und das Meer vergisst nichts." Elsa presste die Lippen zusammen, bis sie blutete. Sie hatte versucht, es zu leugnen. Sie hatte versucht, sich selbst zu betrügen. Sie hatte geglaubt, sie könnte die Narbe unter ihrer Haut ignorieren, als wäre sie nur eine Wunde, die heilt. Aber Narben heilen nicht. Sie wachsen. Und die ihre? Die pulsierte im Takt des Mondes, der unter dem Horizont stand, auch wenn er es nicht sollte. Sie pulsierte im Takt ihres eigenen Herzschlags, der sich mit dem der Stadt vermischt hatte, die sie verlassen glaubte – die sie hassen wollte. "Du lügst dir selbst an, Elsa von Voss. Du warst nie die Gelehrte. Du warst nie die Frau, die die Wahrheit suchte. Du warst nur das Gefäß, das zu lange leer stand." Elsa spürte, wie sich etwas in ihr regte. Nicht die Narbe. Nicht die Stimme. Sie. Die Tochter des Mondes. Sie war nie wirklich Elsa gewesen. Sie hatte nur in Elsas Haut gelebt, in Elsas Verstand, in Elsas Schuld. Und jetzt erwachte sie. Die Narbe an ihrer Hand – diese verdammte, pulsierende Narbe – begann sich zu öffnen, als würde sie sich entfalten. Nicht nach außen. Nach innen. Als würde etwas in ihr atmen, als würde es sich endlich ausdehnen können, nach all den Jahrhunderten der Gefangenschaft. Elsa stöhnte auf, die Zähne in ihre Unterlippe gebissen, bis sie das warme Metall des Blutes schmeckte. Sie wollte schreien. Sie wollte lachen. Sie wollte sich in die Knie fallen lassen und der Gottheit, die in ihr nistete, danken, dass sie sie endlich freiließ. Aber sie tat nichts dergleichen. Stattdessen schloss sie die Augen und spürte. Und dann sah sie. Nicht mit den Augen. Mit dem andern Teil von ihr, dem, der schon immer da gewesen war, bevor sie Elsa von Voss gewesen war. Sie sah die Stadt. Nicht die Königsberg, die sie kannte – nicht die steinernen Türme, nicht die engen Gassen, nicht die Kathedrale, die einst so stolz in den Himmel ragte. Sie sah die Stadt, wie sie war. Ein lebendiger Organismus aus Fleisch und Knochen und Wurzeln, die sich in den Boden fraßen, die sich durch die Steine fraßen, die sich in die Körper der Menschen fraßen, die sie einst bewohnt hatten. Die Menschen? Sie waren nicht tot. Sie waren nicht erstarrt. Sie waren geworden. Wie die Steine, aus denen sie wirkten, aus demselben Stoff geformt, aus derselben Substanz gewoben, die auch die Stadt nährte. Ihre Gesichter waren nicht mehr menschlich. Ihre Augen waren gläsern, leer, aber nicht von Tod. Von Erwartung. Sie warteten. Auf sie. Die Tochter des Mondes. Elsa spürte, wie sich etwas in ihrem Rücken regte. Sie brauchte nicht hinzusehen, um zu wissen, wer es war. Lena. Nicht die Lena, die sie gekannt hatte. Nicht die, die sie verloren hatte. Die andere Lena. Die, die schon immer da gewesen war. "Du hast mich nie wirklich verlassen, Elsa", flüsterte eine Stimme hinter ihr. Nicht in ihren Ohren. In ihr. Elsa drehte sich langsam um. Lena stand da, regungslos, das Gesicht eine Maske aus Narben, die im Mondlicht schimmerten. Ihre Augen waren geschlossen, aber sie sah trotzdem. Sie wusste. Und sie lächelte. "Du denkst, du bist entkommen. Aber du bist nur zurückgekehrt." Elsa wollte antworten. Sie wollte schreien. Sie wollte weinen. Aber dann – ein Zucken. Ein Ruck. Das Schiff stieß gegen etwas. Elsa taumelte, fiel fast, fing sich im letzten Moment. Sie spürte, wie sich die Narbe an ihrer Hand bewegte, wie sie sich zu einer Hand formte, die nicht ihre war, aus Mondlicht und Schatten und etwas, das wie Erde roch. Und dann sah sie es. Königsberg. Nicht die Stadt. Die Wurzel. Ein gewaltiger, fleischiger Organismus, der sich aus dem Meer erhob, eine einzige, pulsierende Masse aus Knochen und Wurzeln und etwas, das wie Haut aussah, wenn Haut atmen und singen konnte. Die Türme waren nicht mehr Türme. Sie waren Zähne, die sich in den Himmel bohrten. Die Straßen waren Adern, die sich durch das Fleisch schlängelten. Die Kathedrale? Die Kathedrale war ein Herz. Und es schlug. Langsam. Gleichmäßig. Rufend. "Du warst immer ein Teil von mir, Tochter. Immer." Elsa spürte, wie etwas in ihr brach. Nicht die Narbe. Sie.

KAPITEL 14 – SZENE 2 ---

Die Narbe an Elsas Hand war kein Zeichen mehr. Sie war eine Wunde, die sich öffnete, und etwas Strömendes, Kaltes, Flüssiges quoll heraus, nicht wie Blut, sondern wie Sternenstaub, der sich in der Luft des Schiffes verteilte und zu einem leuchtenden Schleier wurde, der sie umhüllte. Sie spürte, wie ihre Knochen sich dehnten, wie ihre Haut sich spannte, als würde sie zu groß für ihren Körper werden. Die Wände des Schiffes verschwanden. Die Ostsee war nicht mehr Wasser. Sie war Atem. Sie füllte ihre Lungen, schwer und salzig, und in diesem Atem hörte sie das Schlagen der Stadt, das gleichmäßige Pochen, das sie schon immer gekannt hatte, ohne es zu wissen. Königsberg war kein Ort mehr. Es war ein Ruf. Elsa stand nicht auf dem Deck eines Schiffes. Sie stand auf dem Rücken eines Wesens, das sich durch die Tiefe des Meeres bewegte, ein Wesen aus Fleisch und Knochen, das nicht schwamm, sondern ging, als würde der Ozean unter ihm knirschen wie Erdboden. Ihre Finger krallten sich in die nasse, glibberige Haut, die sich unter ihren Nägeln wellte, und sie spürte, wie etwas in ihr lachte. Nicht die Mondgöttin. Sie selbst. Die andere, die schon immer in ihr gewohnt hatte. „Du dachtest, du könntest entkommen“, sagte eine Stimme, die nicht von außerhalb kam, sondern aus ihrem eigenen Mund, tief, rauh, wie das Kratzen von Wurzeln auf Stein. „Aber du hast nur geschlafen.“

Die Narbe an ihrer Hand pulsierte, und plötzlich war da mehr. Etwas, das sich um ihre Hand schlang, nicht wie eine Schlange, sondern wie eine Erinnerung, die sich materialisierte. Eine Hand aus Mondlicht, durchzogen von Adern, die nicht rot, sondern silber waren. Sie spürte, wie sich etwas in ihr regte, etwas, das seit Jahrhunderten nicht mehr gewacht hatte. Es war nicht die Göttin. Es war sie. Die Tochter des Mondes. Die, die sie immer gewesen war, bevor sie Elsa von Voss geworden war. Lena stand hinter ihr, regungslos, das Gesicht eine Maske aus Narben, die im fahlen Licht des Mondes schimmerten. Ihre Augen waren geschlossen, aber sie sah trotzdem. Sie wusste. Und sie lächelte, als hätte sie etwas unterbewusst erwartet, das jetzt endlich eintrat. „Du denkst, du bist zurückgekrochen“, flüsterte Lena, und ihre Stimme war nicht mehr Lena. Es war die Stimme der Stadt, die Stimme des Meeres, die Stimme alles. „Aber du warst nie weg.“

Elsa wollte antworten. Sie wollte schreien. Sie wollte weinen. Aber dann – ein Ruck. Das Wesen, auf dem sie ritt, stieß gegen etwas. Etwas Großes. Etwas, das nicht aus Fleisch war, sondern aus Stein, aus Knochen, aus etwas, das so alt war wie die Zeit selbst. Königsberg. Nicht die Stadt, die sie kannte. Nicht die Ruinen, nicht die Kathedrale, nicht die Gassen, in denen sie einst gelaufen war. Die Wurzel. Ein gewaltiger, pulsierender Organismus, der sich aus dem Meer erhob, eine einzige, schmerzhafte Masse aus Adern und Knochen, die sich in den Himmel bohrten wie die Zähne eines Tieres, das seit Jahrhunderten schlief und jetzt erwachte. Die Türme waren nicht mehr Türme. Sie waren Zähne. Die Straßen waren Adern, die sich durch das Fleisch schlängelten. Die Kathedrale war ein Herz, und es schlug, langsam, gleichmäßig, rufend. „Du warst immer ein Teil von mir, Tochter“, sagte die Stimme, und diesmal war es nicht mehr ihre eigene. Es war die Stimme der Stadt, die Stimme der Göttin, die Stimme alles. „Immer.“

Elsa spürte, wie etwas in ihr brach. Nicht die Narbe. Sie. Die Elsa von Voss. Die Frau, die sie gewesen war. Die Gelehrte. Die Wissenschaftlerin. Die Frau, die geglaubt hatte, sie könnte die Wahrheit entlarven, die Mythos entlarven, die Lüge entlarven. Die Frau, die geglaubt hatte, sie könnte entkommen. Aber sie hatte nie entkommen wollen. Sie hatte nur gewartet. Die Narbe an ihrer Hand öffnete sich weiter, und das Mondlicht, das aus ihr quoll, vermischte sich mit dem Licht der Stadt, mit dem Licht des Meeres, mit dem Licht alles. Sie spürte, wie etwas in ihr wuchs, etwas, das nicht sie war, aber auch nicht die Göttin. Etwas, das beides war. Etwas, das seit Jahrhunderten geschlafen hatte und jetzt erwachte. Lena trat näher, und ihre Narben bewegten sich, als würden sie atmen. „Du denkst, du bist die Letzte“, flüsterte sie, und ihre Stimme war nicht mehr Lena. Es war die Stimme der Stadt, die Stimme der Göttin, die Stimme alles. „Aber du bist nicht die Erste. Und du wirst nicht die Letzte sein.“

Elsa spürte, wie etwas in ihr zerbrach. Nicht die Narbe. Sie. Die Elsa von Voss. Die Frau, die sie gewesen war. Die Gelehrte. Die Wissenschaftlerin. Die Frau, die geglaubt hatte, sie könnte die Wahrheit entlarven, die Mythos entlarven, die Lüge entlarven. Die Frau, die geglaubt hatte, sie könnte entkommen. Aber sie hatte nie entkommen wollen. Sie hatte nur gewartet. Die Narbe an ihrer Hand öffnete sich weiter, und das Mondlicht, das aus ihr quoll, vermischte sich mit dem Licht der Stadt, mit dem Licht des Meeres, mit dem Licht alles. Sie spürte, wie etwas in ihr wuchs, etwas, das nicht sie war, aber auch nicht die Göttin. Etwas, das beides war. Etwas, das seit Jahrhunderten geschlafen hatte und jetzt erwachte. Lena trat näher, und ihre Narben bewegten sich, als würden sie atmen. „Du denkst, du bist die Letzte“, flüsterte sie, und ihre Stimme war nicht mehr Lena.

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