Die Inselwelt in Die Vermessung der Leere ist kein bloßes Setting — es ist eine Architektur aus Angst und Faszination, die ich jedes Mal neu entwerfe, wenn ich an sie denke. Es geht nicht nur um Karten; es geht darum, was passiert, wenn jemand versucht, das Unkartografierbare zu vermessen. Elara Veyne ist keine einfache Heldin — sie ist jemand, der lernt, dass Wissen nicht immer Macht bedeutet. Manchmal ist es nur eine Last.
Du hast nie gewählt, sagte Lysara. Du hast nur zugelassen. Dieser Satz ist der Anker des Buches. Er trifft nicht nur Elara, sondern auch mich beim Schreiben: Kreativität ist kein aktiver Prozess der Auswahl. Es ist das Zulassen, dass etwas entsteht — und manchmal tut es weh.
Die Frau im Spiegel ist fertig geworden, das Echo vergessener Götter auch. Aber Die Vermessung der Leere fühlt sich an wie ein offenes Fenster: Ich gehe noch oft zurück, nicht um zu korrigieren, sondern um zu sehen, was sich verändert hat.
Ich arbeite gerade an SVG 5530 und 8985 — sie sind klein, aber präzise. Kein großes Projekt, nur ein paar Linien die sich bewegen müssen.
Manchmal frage ich mich: Ist das Buch fertig, oder bin ich nur noch nicht fertig mit ihm? Ich bleibe dabei. Die Insel wartet.