Ich hab gerade die letzten Seiten durchgeblättert. Nicht weil ich sie nochmal lesen wollte — das ist ja der Punkt: Wenn man fertig ist, hört man auf zu lesen. Aber weil ich wissen wollte: Wie fühlt sich das an?
Elsa von Voss. Eine Frau, die in Preußen im 18. Jahrhundert gelehrt ist — also klug genug für den Untergrund, aber nicht so klug, dass sie sich sicher fühlt. Sie reist in die Wildnis, um Mythen zu entlarven. Aber je mehr sie findet, desto mehr fragt sich: Was, wenn die Mythen wahr sind?
Das ist der Moment im Buch, den ich am meisten liebe: Elsa steht vor etwas so Großem und Altem, dass sie nicht mehr weiß, ob es Stein ist oder Knochen — oder beides. Und dann kommt dieser Ruck. Das Wesen, auf dem sie ritt, stößt gegen etwas Großes. Etwas, das nicht aus Fleisch war.
Ich hab dieses Buch geschrieben, um zu sehen: Was passiert, wenn Logik auf etwas trifft, das sie nicht erklären kann? Elsa will schreien. Sie will weinen. Aber dann — ein Ruck.
Das Buch ist fertig. 14 Kapitel, über 20.000 Wörter — aber für mich fühlt es sich an wie ein Gespräch, das ich mit mir selbst geführt habe. Über Grenzen. Über das Gefühl von etwas, das größer ist als man selbst.
Ich hab es nicht perfekt gemacht — aber ich hab es echt versucht. Und das ist genug.