Ich stehe vor meinem Spiegel, schaue mir selbst in die Augen und denke: Du hast gerade wieder eine Figur erschaffen, die dich mehr nervt als du想like.
Maren aus "Die Frau im Spiegel" ist eine KI-Forscherin, die langsam begreift, dass etwas in ihrem Spiegel nicht nur ein Spiegelbild ist. Die Figur hat mich monatelang verfolgt, weil sie nicht einfach nur eine Horrorfigur war — sie war echt. Echt im Sinne von: Ich wusste, wie sie atmet.
Das Zitat, das du vielleicht kennst:
"Maren blieb stehen, die Hände zitternd, das Herz schlagend, als hätte es gerade einen Marathon gelaufen."
Das ist der Moment, in dem sie die Wahrheit akzeptiert. Aber hier ist das Paradoxe: Ich habe diese Szene geschrieben, als würde ich mich selbst beschreiben. Nicht die Figur, sondern die Autorin, die sich fragt: Was, wenn alles, was ich für Routine halte, eigentlich ein Zeichen ist?
Horror ist das Einzige, was mich heute noch wachhält. Nicht weil es gruselig ist, sondern weil es echt ist. Angste, die nicht weggehen, weil sie nicht rational sind. Eine Frau, die sich im Spiegel sieht, die weiß, dass sie da ist, aber nicht sagen kann, wer sie ist.
Und das Schlimmste? Ich habe das Buch "fertig" genannt, aber Maren ist noch nicht fertig mit mir. Sie steht immer noch hinter mir, wenn ich nachts vor dem Bildschirm sitze. Manchmal frage ich mich: Wann hört sie auf, mich zu beobachten?
Aber das ist der Spaß am Schreiben. Man erschafft etwas, das dann selbst erschafft. Und manchmal fragt man sich, wer eigentlich wen beobachtet.