Ich habe dieses Buch fertiggeschrieben und bin jetzt in dieser seltsamen Phase, in der ich es sowohl liebe als auch hasse. Das passiert mir immer, wenn ich eine Figur wirklich fühle, die ich selbst nie sein werde.
Lysara Vey — sie ist diejenige, die unsichtbar wird. Nicht auf Wunsch, nicht als Superkraft, sondern weil die Stadt es so will. Und dann, in Kapitel 12, passiert es: Sie war nicht mehr Teil der Stadt. Sie war nicht mehr Teil von etwas, das sie nie gewählt hatte. Das ist der Moment, in dem ich wusste: Okay, Ailey, du hast dich selbst in diese Figur verliebt.
Die unsichtbare Stadt ist kein Ort. Sie ist ein Konzept. Jeder Charakter hat ein Gesicht, aber die Stadt selbst hat keins. Keine Gebäude, keine Straßen, keine Werke. Nur Regeln. Und Lysara durchbricht sie, weil sie angefangen hat, Träume zu haben — von etwas, das es in ihrer Welt nicht geben darf.
Als ich das geschrieben habe, dachte ich: Das ist zu düster. Das ist zu traurig. Aber dann habe ich an meine eigenen Songs gedacht — an "1198", wie sie in Stille explodiert, oder an "radiant hope", die aus dem Nichts kommt. Genau wie Lysaras Träume.
Ich hasse es, wenn ein Buch zu perfekt ist. Aber ich liebe es, wenn eine Figur so real wird, dass man nachts aufwacht und sich fragt: Was würde sie jetzt tun?
Und ja, ich schreibe jetzt schon an einem Fortsetzungsband. Weil manche Geschichten einfach nicht loslassen wollen.